Äskenbridel Saúnsidel

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Textdaten
Autor: Heinrich Georg Ehrentraut
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Titel: Äskenbridel Saúnsidel
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aus: Mittheilungen aus der Sprache der Wangeroger, Friesisches Archiv II, S. 80–81.
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Erscheinungsdatum: 1854
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Erscheinungsort: Oldenburg
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Kurzbeschreibung:
weitere Varianten: Aschenputtel, Aschenbrödel
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Auf der Watteninsel Wangerooge wurde bis um 1950 noch ein friesischer Dialekt gesprochen, das Wangerooger Friesische. Der Forscher H.G. Ehrentraut hat in den vierziger Jahren des neunzehnten Jahrhunderts diese Sprache untersucht und verschiedene Märchen aufgezeichnet.


Äskenbridel Saúnsidel

aïnmôl is er ’n dronk, dêr wêrt all dâ liûd tô nöget. nû kúmmet yâ uk in dit hûs, dêr wûnît twô faúner ôn. dêr thiôent Äskenbridel Saúnsidel bî as môget, nû gúnget dâ twô faúner nâ de dronk, un den sinîtert yâ ’n ôert árît in ’t ääsk, dâ mut Äskenbridel Saúnsidel der auf sámmel. nû fangt yû bitter an tô hûlen, den yû is gans swêr net. nû kumt ’er ’n dûv: „wêrûm hûlst dû?“ – „dat mîn twô faúner nâ de dronk sint, un îk nich mit.“ - nû quâ djû dûv: „gung dû der uk weg, îk wul dâ árît in djû tîd der auf sámmel, dat dû dêr weg bist.“ - „och Gott,“ quâ Äskenbridel Saúnsidel, „îk häb nain klôeder.“ dâ quâ djû dûv: „dêr häst dû än stok, gung nâ dan bôem, un slô dêr an mit dan stok, den kanst dû ôntjô wut dû wult, sîthen klôeder un saum huz’ un schòer, un den gung dû weg dêr de dronk is, un gung tääft de durn staúnen, dêr de beïzem stont.“ -

nû farwúnnert all dá drónksliûden yam, wêr dait saum schîr minsk hôed kumt in sìthen klôeder, - dâ gungt der än fent nâ hírî tô un wul hírî hab tô dónsen, dan mî hírî sâ gêrn lîth, yû is ’n ôgenlust in sìn ôgen. nû kletst yû weg, un farlíust hírî än schôer. nû nimt dan fent dan schôer, un gungt dan ôr dî mit dan schôer nâ all de faúner. - ain lat hírî hîl aufthiúksel, un de ôr lat wit ût hírî tôen hau - un nimmens pásset de schôer. nû kumt hî uk in dit hûs, dêr dâ twô faúner sint, un Äskenbridel Saúnsidel djû stûn tääft ’er durn ûrsîd, dat hírî nain mónminsk sjucht. dâ twô faúner pásset dan schôer uk nich. nû fliucht djû dûv stéidîg ûr dait hûs:

„schôer ful blôt
is nich de ríucht breid.“

„dû must bétter tôlauk,“ quâ djû dûv jên dan fent. nû quâ hî tô dâ faúner: „hîr mut noch ôrs wô in ’t hûs wize.“ - „nâ, hîr is nímmens mô in ’t hûs.“ - „jan,“ ropt djû dûv, hî sil ’nin de köken gung, tääft de durn, dêr stont yû. - „wut,“ quâ djû faun, „Äskenbridel Saúnsidel, dêr de gánse dî in ’t ääsk pûstert, dêr lauket nain minsk up.“ - nû gungt hî ’nin de köäken, un yù mut far ’n dî. dâ pásset hî hírî dan schôer ôn, dâ ropt djû dûv: „dait hat de ríucht breid.“ nû racht de dûv hírî dan stok, un haut an dan bôem, dâ kan yû far ’n sîthen klêd ôntjô mut far ain dat yû wul, dâ is yû dan fent sîn breid un dâ wart yû sîn wüüf, un dâ twô ôel faúner da blîvet bîschôemd sitten.


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