ADB:Münchow, Karl Dietrich von

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Artikel „Münchow, Karl Dietrich von“ von Moritz Cantor in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 23 (1886), S. 8, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:M%C3%BCnchow,_Karl_Dietrich_von&oldid=3439513 (Version vom 15. Oktober 2018, 13:27 Uhr UTC)
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Münchow: Karl Dietrich von M., Mathematiker, geb. 1778 in Potsdam, † am 30. April 1836 in Bonn. Nachdem er doctorirt hatte, finden wir ihn 1810 bis 1818 als außerordentlichen Professor der Philosophie in Jena. Dann wurde er, wir wissen nicht auf welche Leistungen hin, als ordentlicher Professor der Astronomie, Mathematik und Physik nach Bonn berufen, wo er 1826 „Grundlehren der ebenen und sphärischen Trigonometrie“ veröffentlichte, ein Buch von bleibendem Werthe, dem er die Bekanntschaft seines Namens verdankt. Das Eigenthümliche dieses Buches besteht vornehmlich darin, daß als erste auftretende trigonometrische Function nicht der Sinus, sondern der Cosinus, und zwar als Projectionsfactor eingeführt wird, sodann darin, daß nicht ohne Weiteres angenommen wird, entgegengesetzte Richtung von Linien sei durch entgegengesetztes Vorzeichen in Rechnung zu bringen, sondern daß dieser Gebrauch aus der Bedeutung der Rechnungsformen zu rechtfertigen gesucht wird, welche für einen besonderen Fall abgeleitet allgemeine Geltung nur durch jene Zeichenregel erhalten.

Poggendorff, Biograph.-litterar. Handwörterbuch II, 231.