ADB:Münckner, Christian August

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Artikel „Münckner, Christian August“ von Franz Brümmer in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 23 (1886), S. 8, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:M%C3%BCnckner,_Christian_August&oldid=- (Version vom 19. Oktober 2019, 12:50 Uhr UTC)
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Münckner: Christian August M. wurde am 12. Decbr. 1788 zu Grimma im Königreich Sachsen geboren, wo sein Vater verschiedene bürgerliche Erwerbszweige betrieb, besuchte erst die Stadtschule und seit dem Mai 1803 die berühmte Fürstenschule in seiner Vaterstadt und bezog 1809 die Universität Leipzig, wo er unter Krug, Beck, Tzschirner, Krüger, Keil und Platner Theologie studierte. Da sein Vater bereits 1805 gestorben war, so flossen die Hülfsmittel nur spärlich, und oft trat die Noth in ihrer bittersten Gestalt an ihn heran. Doch besserte sich seine Lage, als er im Herbste 1810 das Convict und die Famulatur bei dem Pastor an der Nicolaikirche, Dr. Encke, erhielt. Durch letzteren wurde M. auch 1812 zum Katecheten an der Peterskirche designirt und zum Hauslehrer in den angesehensten Familien empfohlen. Im J. 1817 erhielt er die Pfarrstelle zu Limbach mit Saalhausen bei Oschatz. Die sieben Jahre, welche er hier verlebte, umfassen die Idylle seines Pfarrerlebens, so recht geeignet, ihn der Poesie wieder zuzuführen, welche recht zu pflegen ihn bis dahin nur seine Berufsarbeit gehindert hatte. So erschienen denn auch bald seine „Gedichte“ (1818), denen dann die „Morgen- und Abendlieder für die erwachsene Jugend“ (1822) und zahlreiche poetische Beiträge für die von Th. Hell und Fr. Kind redigirte „Abendzeitung“ folgten. Zu Neujahr 1825 kam M. als Oberpfarrer nach Strehla a. d. Elbe. Hier erwartete ihn ein reiches Arbeitsfeld auf dem Gebiete der Kirche und Schule, und wie opferwillig M. an dessen Bebauung ging, beweist unter anderem der Umstand, daß er neben seinem Pfarramte durch sechs Jahre auch das Diaconat verwaltete, damit von den ersparten Einkünften ein Schulhaus und eine Pfarrwohnung gebaut werden konnte. Neben dieser auf das Praktische gerichteten Wirksamkeit ging immer die wissenschaftliche Beschäftigung und die poetische Thätigkeit her. Er war besonders ein fleißiger Mitarbeiter der „Theodulia. Jahrbuch für häusliche Erbauung“. Selbständig erschien in diesem Zeitraum die „Himmelsleiter. Eine episch-parabolische Darstellung von der Auffassung des Christenthums“ (1846) und an der Schwelle des Greisenalters noch seine „Lieder vom Jenseits“ (1856). M. starb am 30. Septbr. 1864.

Nach Mittheilungen aus der Familie.