ADB:Stresow, Konrad Friedrich

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Artikel „Stresow, Konrad Friedrich“ von Carsten Erich Carstens in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 36 (1893), S. 575, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Stresow,_Konrad_Friedrich&oldid=3448536 (Version vom 14. November 2018, 12:08 Uhr UTC)
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Stresow: Konrad Friedrich St., geistlicher Liederdichter. Er war geboren am 15. Februar 1705 zu Sandberg in der Grafschaft Reventlov auf Sundewitt in Schleswig-Holstein, besuchte das Lübecker Gymnasium und studirte dann Theologie in Kiel und Wittenberg von 1723 an. Nachdem er eine Zeit lang Hauslehrer gewesen, ward er 1730 gewählt zum Pastor in Rieseby und 1738 in Haseldorf. 1752 ward er ernannt zum Hauptpastor und Kircheninspector in der Stadt Husum und 1760 zum Hauptpastor in der Stadt Burg, und Kirchenpropst der Insel Femarn, 1776 Consistorialrath. Hier feierte er 1780 sein 50jähriges Dienstjubiläum (Acta histor. eccl. nostri temporis VIII, 452) und starb am 17. December 1788. Er war auch Mitglied der Schwedischen Gesellschaft pro fide et christianismo. Er galt als gelehrter, frommer und gründlicher Theologe und hat eine Reihe ascetischer Schriften verfaßt, zunächst eine „Hauspostille“, die auch 1752 in dänischer Sprache erschien. Zur Einführung des Rectors Schaumann an der Gelehrtenschule in Husum schrieb er: „Die Schule als Werkstätte des heiligen Geistes“ (1756, und wieder gedruckt Halle 1767). „Entwurf einer Theodicee der göttlichen Offenbarung“ (1770); „Erinnerung an die Katechumenen, die ihren Taufbund erneuern wollen“ (1773). Als geistlicher Liederdichter erschien von ihm: „Biblisches Vergnügen in Gott oder sämmtliche Psalmen in Liedern“ (1752, 5 Theile). Die Psalmen sind hier nach fünf Rubriken geordnet: 1) messianische, 2) den erhöhten Heiland und himml. König betr., 3) David’s Gebete, 4) Trostpsalmen, 5) Lob- und Dankpsalmen. Der Inhalt ist im Silbenmaaß bekannter Lieder wiedergegeben und die Melodie dazu angegeben. – „Sonn- und festtägliche Erquickung in geistlichen Liedern über evangel. und apostol. Texte“ (1757); „Katechismus in geistlichen Liedern zur häuslichen Erbauung für Alt und Jung“ (1785). Heerwagen urtheilt: die Poesie ist rein, angenehm und erbaulich. Einige seiner Lieder haben in Gesangbüchern Aufnahme gefunden, z. B. Des Donners schreckliches Gebrülle etc., Gelobt, gelobt seyst du mit Freuden etc., Wie gnädig ist der höchste Wille etc., Willkommen, du Geschenk des Himmels etc., Gottlob, da bist du Kind etc., Gieb o Herr, daß wir die Gaben etc. Letzteres im Kramer’schen Gesangbuch Nr. 712.

O. H. Moller, Von der Stresow’schen Familie, Flensburg 1781. – S.-H. Prov.-Ber. 1789, I, 117. – Heerwagen 138. – Kordes’ Schriftstellerlex. 508. – Johannsen, Histor.-biogr. Nachr. von geistl. Liederdichtern Schlesw., 1802, 253. – Zeitschr. d. Gesellsch. f. S.-H.-L. Gesch. XVI. Kiel 1886, S. 322.