ADB:Büttner, Sigismund

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Artikel „Büttner, Sigismund“ von Carl Ruland in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 3 (1876), S. 662, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:B%C3%BCttner,_Sigismund&oldid=- (Version vom 21. Februar 2020, 13:00 Uhr UTC)
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Büttner: Sigismund B., geb. 1691 zu Mellrichstadt, † 23. Mai 1742, studirte am Gymnasium der Eremiten-Augustiner zu Münnerstadt, in deren Orden er im J. 1710 eintrat. Das Noviziat bestand er in Oberndorf, wo er auch die Philosophie hörte. In Constanz und zu Freiburg im Breisgau lag er dann den theologischen Studien mit solchem Erfolge ob, daß er schon 1716 zum Novizenmeister der Provinz bestimmt wurde, später selbst Lehrer der Philosophie zu Freiburg, Oberndorf und Würzburg, an welchem Kloster er 1722 auch die Theologie mit großem Beifalle lehrte. Im J. 1726 Prior des Kloster in Würzburg zeigte er ein wirklich organisatorisches Talent, vereinigt mit strenger Ordenszucht, und erwarb sich im Orden ein solches Ansehen, daß ihn 1731 der Ordensgeneral Bellelli zu seinem Stellvertreter beim Provinzialcapitel bestimmte. Im J. 1733 reiste er als Generaldiffinitor nach Rom und wurde 1734 durch einhellige Wahl zum Ordensprovinzial erwählt, in welcher Würde er sich als einen wahren Ordensreformator zeigte, wobei er durch die Vermittlung des Cardinals Fleury von der französischen Regierung zugleich die Erlaubniß erhielt, auch die Klöster des Elsaß einer Visitation zu unterziehen, welche 1737 stattfand. Auf dem Provinzialcapitel, welches im genannten Jahre in Landau gehalten wurde, legte er seine Würde nieder und starb als Prior in Würzburg. B. war einer der größten Kenner der Augustinianischen Theologie und auch als Schriftsteller thätig. Bezüglich des Ordens war eines seiner größten Verdienste die Verbesserung des herrlichen Augustinerchorals, wie die auf seinen Befehl gedruckten „Cantualia in usum Monasteriorum Augustinianorum Provinciae Rheno-Suevicae“, 1734, heute noch bezeugen.

Höhn, Chronologia Provinciae Rheno-Suevicae, p. 359–374.