ADB:Bayer, Johann (Botaniker)

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Artikel „Bayer, Johann“ von Heinrich Wilhelm Reichardt in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 2 (1875), S. 188–189, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Bayer,_Johann_(Botaniker)&oldid=- (Version vom 18. September 2020, 11:53 Uhr UTC)
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Bayer: Johann B., Botaniker, geb. 20. März 1802 zu Groß-Kroße (österr. Schlesien, Troppauer Kreis), † 14. Febr. 1870 zu Stadt Steyer in [189] Ober-Oesterreich. Er absolvirte das Gymnasium zu Weißwasser, die Philosophie in Olmütz und studirte dann in Wien Technik, Medicin und Astronomie. 1838 erhielt B. eine Anstellung bei der Kaiser-Ferdinands-Nordbahn, kam 1845 als Chef der Administration nach Prag, später nach Pest und wurde 1855 General-Inspector der österreichischen Staats-Eisenbahn-Gesellschaft in Wien. Diese Stelle bekleidete er bis 1864, dann trat er in den Ruhestand und übersiedelte nach Steyer. B. betrieb neben seinem Berufe mit großem Eifer Botanik und war ein sehr tüchtiger Kenner der einheimischen Flora; namentlich die Linden und Brombeersträucher studirte er mit Vorliebe, großer Gründlichkeit und vieler Originalität. Nebst zahlreichen kleineren Aufsätzen veröffentlichte B. 1862 in den Verhandlungen der k. k. pomologisch-botanischen Gesellschaft eine Monographie der Gattung Tilia; ferner schrieb er 1869 ein „Botanisches Excursionsbuch für das Erzherzogthum Oesterreich“ und eine „Flora des Praters bei Wien“. Die erstgenannte Monographie ist die neueste und vollständigste der obenerwähnten Gattung, die beiden anderen Werke sind gute, für angehende Botaniker berechnete Handbücher. Schließlich sei erwähnt, daß B. durch seine vielseitige Bildung und Liebenswürdigkeit in weiten Kreisen anregend wirkte; so ist es wesentlich ihm zu danken, daß in Prag der naturwissenschaftliche Verein „Lotos“ ins Leben trat; auch an anderen Gesellschaften für Naturgeschichte nahm B. regen Antheil.