ADB:Bonstetten, Karl Gustav Freiherr von

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Artikel „Bonstetten-von Rougemont, Gustav Karl von“ von Gerold Meyer von Knonau in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 47 (1903), S. 110–111, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Bonstetten,_Karl_Gustav_Freiherr_von&oldid=- (Version vom 22. Oktober 2019, 14:11 Uhr UTC)
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Bonstetten: Gustav Karl von B.-von Rougemont, geboren am 16. Februar 1816, † am 9. März 1892. Ein Abkömmling des uraltadligen Hauses v. Bonstetten der Berner Linie – die zürcherische erlosch schon 1570 –, Enkel von Karl Victor (s. A. D. B. III, 135–137), ist B. ein Hauptrepräsentant der Forschungen auf dem Gebiete der antiquarischen Untersuchungen. Schon in den vierziger Jahren fing B. mit Dr. Albert Jahn die systematische Durchforschung schweizerischer Grabhügel und Grabstätten an, deren Ergebnisse er in einer Reihe von Publicationen vorlegte. Die erste war: „Notice sur les tombelles d’Anet (Ins), Canton de Berne“ (1849); dann kamen 1852: „Notice sur les armes et chariots de guerres découverts à Tiefenau près de Berne en 1851“, 1865: „Essai sur les dolmen et menhirs“. Sein Hauptwerk ist: „Recueil d’antiquités suisses“ (1855) mit Supplementen, 1860 und 1867, eine Prachtpublication in Großfolio mit Tafeln in Farbendruck. Außerdem gab er von den Kantonen Bern, Waadt, Freiburg, vom französischen Departement Var, von 1870 bis 1888, archäologische Karten heraus. Zahlreiche kleinere Notizen veröffentlichte B. besonders im Anzeiger für schweizerische Geschichte und [111] Alterthumskunde. B. trat später zum katholischen Bekenntnisse über, gab sein Berner Bürgerrecht auf und bürgerte sich im Kanton Solothurn ein. Doch schenkte er 1873 seine werthvolle Sammlung, die besonders schweizerische Fundstücke enthielt, dem Berner Antiquarium. Den Winter verlebte B. regelmäßig in Südfrankreich, auf dessen Boden er gleichfalls in großem Umfange Forschungen bewerkstelligte und das archäologische Museum zu Draguignan (Dep. Var) in das Leben rief. In Frankreich starb er auch auf einer seiner Besitzungen.

Vgl. Anzeiger für schweizerische Geschichte VI, 526.