ADB:Burg, Meno

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Artikel „Burg, Meno“ von Julius Loewenberg in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 3 (1876), S. 590–591, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Burg,_Meno&oldid=- (Version vom 15. September 2019, 16:54 Uhr UTC)
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Burg: Meno B., königlich preußischer Major der Artillerie und Lehrer an der vereinigten Artillerie- und Ingenieur-Schule, geb. 9. Oct. 1789 in Berlin, † ebendaselbst 26. August 1853, war der erste Jude, der trotz confessioneller Hindernisse so hohen militärischen Rang in Preußen erreichte. Früh verwaist, besuchte er bis zum zehnten Altersjahre die jüdische Elementarschule, sodann das Gymnasium zum grauen Kloster, endlich bei großer Vorliebe zur Baukunst die Bauakademie, machte 1807 das Conducteur- und Feldmesser-Examen, folgte kurz vor dem zweiten, großen Examen dem Waffenruf des Königs vom 9. Februar 1813 als Freiwilliger, und wurde in Breslau von dem Prinzen August, dem damaligen General-Inspecteur der Artillerie am 6. März als Bombardier nach Neiße commandirt. Bis zu seinem Tode verblieb er im Militärdienst, war aber trotz wiederholter Vorstellungen und Wünsche nie Combattant. Nach kurzem, wechselndem Dienste in Neiße, Spandau, Berlin, Magdeburg, wurde B. Ende des Jahres 1814 in Anerkennung seiner Kenntnisse und seines pädagogischen Talents als Lehrer zur neuerrichteten Brigadeschule der Artillerie in Berlin abcommandirt, wo er, obwol noch Unterofficier, die reine und so viel von der angewandten Mathematik zu lehren hatte, als damals zum Officierexamen nothwendig war. Schon im August 1815 wurde B. Secondlieutenant der Artillerie [591] und nach kurzem Dienst in Danzig Lehrer im Artilleriezeichnen an der neu errichteten Artillerie- und Ingenieur-Schule in Berlin. Dieser „bisher zu sehr vernachlässigten Disciplin“ gab B. einen neuen Inhalt und eine neue Methode. Die Resultate seines Unterrichts fanden die höchste und allseitigste Anerkennung, und seine in wiederholten Auflagen (1822, 1845) erschienenen Lehrbücher: „Die geometrische Zeichnenkunst oder vollständige Anweisung zum Linearzeichnen, zur Construction der Schatten und zum Tuschen für Künstler, Technologen und zum Selbstunterricht, zunächst zum Gebrauch in den königlich preußischen Artillerieschulen“; – „Das Zeichnen und Aufnehmen des Artillerie-Materials oder die geometrische Zeichnenkunst angewandt auf die bildliche Darstellung der Geschütze, Wagen, Maschinen etc. der Artillerie, zunächst zum Gebrauch beim Unterricht in den königlich preußischen Artillerieschulen“, wurden auch ins Französische übersetzt.

Vgl. M. Burg, Geschichte meines Dienstlebens. Berlin 1854.