ADB:Choquet, Franz Hyacinth

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Artikel „Choquet, Franz Hyacinth“ von A. Weiß. in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 4 (1876), S. 136–137, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Choquet,_Franz_Hyacinth&oldid=- (Version vom 23. Oktober 2019, 13:14 Uhr UTC)
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Choquet: Franz Hyacinth Ch., geb. zu Lille, † zu Antwerpen 6. Febr. 1645 (28. Juli 1646?). Dominicaner zu Antwerpen geworden, erhielt er seiner Talente wegen die weitere Ausbildung zu Salamanca, an welcher die Theologie damals in höchster Blüthe stand. Er machte dort seine Studien unter den gefeierten Lehrern seines Ordens Bannes, Herrera und Petrus de Ledesma. Heimgekehrt lehrte er Philosophie und bald Theologie zu Löwen. Die öffentliche feierliche Disputation auf dem Generalcapitel zu Paris 1611 wurde ihm übertragen. Er bestand sie glänzend und wurde dafür sofort promovirt. Bezeichnend für die damaligen französischen Zustände ist es, daß er die 62. These auf Befehl des Parlaments als den gallicanischen Freiheiten zuwiderlaufend tilgen mußte. Am 18. Juli 1615 ertheilte ihm auch die Universität Douay die Grade. Dort errichtete er das so berühmt gewordene Colleg von Hl. Thomas von Aquin. Mit Bekleidung von Ordensämtern wurde er fast immer verschont, um ungestört [137] der Wissenschaft leben zu können. Als Theologe genoß er einen bedeutenden Ruf. Doch schrieb er in dieser Eigenschaft blos: „De origine gratiae“, Duaci 1628, 4°. Tom. I. (der 2. ist nie erschienen). Viel fruchtbarer, aber auch weniger bedeutsam ist er als Geschichtsschreiber. Sowol in seinem Werke: „Sancti Belgii ord. Praed. icon. aere inc. ornati“, Duaci 1618, das in mehreren Uebersetzungen erschien, als in dem weiteren: „Mariae Deiparae in ord. Praed. viscera materna“, Antverpiae 1634, finden sich mehrere Mängel, die der letzteren Schrift sogar das Verbot „donec corrigatur“ durch den römischen Index zugezogen haben. Das Verzeichniß aller Arbeiten bei Quetif et Echard, Script. O. Praed. II, 542 ss.

A. Weiß.