ADB:Cleyn, Franz

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Cleyn, Franz“ von Joseph Eduard Wessely in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 4 (1876), S. 300, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Cleyn,_Franz&oldid=- (Version vom 17. Oktober 2019, 20:48 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Clebsch, Alfred
Nächster>>>
Clemens II.
Band 4 (1876), S. 300 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand November 2014, suchen)
GND-Nummer 135719585
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|4|300|300|Cleyn, Franz|Joseph Eduard Wessely|ADB:Cleyn, Franz}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=135719585}}    

Clein: Franz C., auch Cleyn genannt, Maler und Radirer, geb. zu Rostock um 1590, † zu London 1658. Nachdem er in seiner Vaterstadt in den ersten Anfängen der Kunst sich ausgebildet hatte, besuchte er Italien, wo er sich vier Jahre aufhielt. Zurückgekehrt, wurde er an den dänischen Hof berufen; unter Jakob I. kam er nach England, um für diesen König Zeichnungen für Tapeten zu entwerfen, die dann in der Tapetenfabrik zu Morlach ausgeführt wurden. Eine Pension von 100 Pfd. St. war der Lohn dafür. Auch für andere vornehme englische Häuser war er sehr beschäftigt und auch für verschiedene Werke lieferte er Illustrationen. Sein talentvoller Sohn Francis starb vor ihm, 1650. Von seinen Gemälden nennt man ein Porträt des Königs Christian von Dänemark, 1611 gemalt, ehedem in Christiansburg. Von seinen eigenhändigen Radirungen werden die beiden Folgen mit den sieben freien Künsten und den fünf Sinnen sehr geschätzt. Er führte die Blätter in ornamentaler Einrahmung aus und beweist, wie unerschöpflich seine Phantasie auf dem Gebiete der Ornamentik war. Jos. English stach unter ihm ein Groteskenbuch, 1654, W. Hollar die Zeichnungen zu Virgil’s Werken von J. Ogilby, London 1658, und zu Aesop’s Fabeln. Hier zeigt er sich auch als guter Zeichner von Thieren. S. Savry stach nach seinen Compositionen zu Ovid’s Metamorphosen, Oxford 1632.

Strutt. – Nagler, Monogr. – Parthey, Hollar.