ADB:Colomba, Jacob Marquis de

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Artikel „Colomba, Jacob Marquis de“ von Oscar Criste in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 47 (1903), S. 508, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Colomba,_Jacob_Marquis_de&oldid=- (Version vom 14. Oktober 2019, 01:30 Uhr UTC)
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Colomba: Jacob Marquis de C., kaiserlicher Generaladjutant, dessen Geburtsjahr nicht mehr festzustellen ist, war ein von abenteuerlichem Glücke begleiteter und mit seltener Kühnheit begabter Officier. Er erscheint in den Kriegsacten zuerst als Hauptmann bei Sereni-Dragonern Nr. 8 und focht bereits 1689–1699 in den Kriegen gegen die Türken. Im spanischen Erbfolgekrieg, 1701–1708, aber machte er seinen Namen durch eine Reihe von kühnen Streifzügen zum Schrecken der Franzosen bekannt. Seine Tüchtigkeit als gefürchteter Parteigänger bestimmte den Prinzen Eugen von Savoyen, den Marquis de C. in seine unmittelbare Nähe zu ziehen und bald darauf, im März 1702, wurde er in Anbetracht seiner „treu, eifrig geleisteten Dienste, absonderlich aber durch Anführung oft und vielmaligen Partheien erwiesener Tapferkeit, auch sonsten beiwohnender Conduite“ zum wirklicher Generaladjutanten bei der italienischen Armee ernannt. Aber seine von großen Erfolgen begleitete Thätigkeit fand bald darauf ein jähes Ende. Marquis de C. fiel am 3. Juni 1702 von zwei feindlichen Geschossen getroffen während eines seiner wagehalsigen Recognoscirungsritte. Seine Husaren brachten den Sterbenden in das Lager zurück, wo er zwei Stunden später verschied, „welches“, wie Prinz Eugen dem Kaiser meldete, „um so mehr zu beklagen ist, als E. kais. Majestät an ihm einen der besten bravsten Officiere verloren haben“.

Acten des k. u. k. Kriegs-Archivs. – Feldzüge des Prinzen Eugen von Savoyen. Hrsg. von d. kriegsgeschichtlichen Abtheilung d. Kriegs-Archivs.