ADB:Decimator, Heinrich

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Decimator, Heinrich“ von Karl Christian Bruhns in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 4 (1876), S. 791, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Decimator,_Heinrich&oldid=- (Version vom 24. August 2019, 14:00 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
De Biel, Ludwig
Band 4 (1876), S. 791 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Heinrich Decimator in der Wikipedia
GND-Nummer 124613934
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|4|791|791|Decimator, Heinrich|Karl Christian Bruhns|ADB:Decimator, Heinrich}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=124613934}}    

Decimator: Heinrich D., ein Theologe, geb. um 1544 zu Gifhorn, gest. nach 1615. Hat verschiedene Werke herausgegeben, z. B. „Sylva vocabulor. et phras. octo linguarum“, welches vor 1586 erschien, ebenso einen „Thesaurus linguarum in universa vera Europa“ (1615). Die Dedication in diesem Buche an das magdeburgische Domcapitel ist vom Verfasser 1606 unterzeichnet, er dankt in derselben dem Capitel für seine Beförderung aus dem Schulstaube zum Predigeramt und läßt sein Bild in Holzschnitt folgen mit der Umschrift: „M. Henr. Decimator poeta laureatus aetat. LXII anno MDCVI.“ Er gab auch ein astronomisch-poetisches Werk heraus: „Libellus de stellis fixis et erraticis, non tantum astronomis, verum etiam iis qui in scribendis se versibus exercent utilis etc.“, Magdeburgi anno MDLXXXVII. Es enthält einige allgemeine Lehren von Sternen, die Namen der Sternbilder lateinisch, griechisch und deutsch, ihre Lage am Himmel, die Aufzählung der darin befindlichen Sterne, die Mythologie, Abbildungen, die Gruppen der Sterne, unterschieden durch beigeschriebene Zahlen. Nach den Fixsternen werden die Planeten, zwar nur historisch-astrologisch-poetisch, und ihre Zeichen resp. ihre Bilder behandelt; die Kometen erklärt er für Lufterscheinungen, ebenso wie die Sternschnuppen. Aus allem geht hervor, daß D. in der Astronomie nur Dilettant gewesen ist.

Vgl. Kästner, Geschichte der Mathematik, 2. Bd.