ADB:Diez, Justus Laurentius

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Artikel „Diez, Justus Laurentius“ von Georg Brückner in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 5 (1877), S. 217, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Diez,_Justus_Laurentius&oldid=- (Version vom 26. Juni 2019, 12:58 Uhr UTC)
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Diez: M. Justus Laurentius D., zu Ummerstadt, wo sein Vater Pfarrer war, den 22. Febr. 1692 geboren, erhielt in Franken zu Königsberg und zu Coburg seine Schulbildung, besuchte 1712 die Universität Jena, hier 1714 zum Magister creirt, fungirte darauf als Hauslehrer erst zu Frankfurt a M., dann zu Hamburg, damals oft im Hause des Dichters Brockes, wurde am letztem Ort Montagsprediger, mußte aber seiner Kränklichkeit wegen diese Stelle aufgeben, sowie andere ihm angetragene Stellen, darunter das Rectorat zu Malmö zurückweisen. Er ging von Hamburg nach Holland, kehrte von da, vor einer in Folge eines bei ihm eingetretenen mehrtägigen Scheintodes beschlossenen Einsargung gerettet, 1727 in seine Heimath zurück, wurde hier 1730 Diaconus zu Ummerstadt, 1736 Hofdiaconus zu Hildburghausen und 1743 Adjunct zu Ummerstadt, wo er im J. 1750 das Zeitliche segnete. Er war ein gründlich gebildeter, zudem feiner Kopf und ein fruchtbares Talent, 1726 für die Universität Lund in Schweden ausersehen, wenn es seine Gesundheit gelitten. Von seinen Schriften haben allgemeine Anerkennung gefunden: „Succincta historia ecclesiastica Novi Testamenti a Christo nato usque ad Phil. Melanchthonem“; „Matthiae Strubyczii Livonensis descriptio Ducatus Livoniae“; „Carmen elegiacum de quatuor ultimis“.