ADB:Förtsch, Basilius

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Artikel „Förtsch, Basilius“ von Carl Bertheau in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 7 (1878), S. 194, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:F%C3%B6rtsch,_Basilius&oldid=- (Version vom 23. September 2019, 05:53 Uhr UTC)
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Förtsch: Basilius F., lutherischer Theologe, soll zu Rosla in Thüringen geboren sein, war, nachdem er seine Studien vollendet hatte, Hauslehrer beim Kammerrath v. Kromsdorf in Altenburg, hernach Rector zu Kahla, zuletzt seit 1612 Pastor zu Gumperda bei Kahla, als welcher er im J. 1619 gestorben sein soll. Er gab im J. 1609 ein Andachtsbuch heraus unter dem Titel: „Geistliche Wasserquelle“, welches er den vier Kindern des genannten Herrn v. Kromsdorf, seinen Zöglingen, widmete. Von diesem Werke erschienen mehrere Auflagen, die in einzelnen Theilen von einander abweichen; eine dieser späteren Auflagen erschien z. B. Leipzig 1615. Einige der in diesem Buche, das zum größten Theile eine Sammlung von Gebeten enthält, abgedruckten geistlichen Lieder hat man ihm als Dichter zugeschrieben; es ist das mehr oder weniger mit denen geschehen, deren Verfasser sonst nicht bekannt war. Mit welchem Rechte, muß manchmal dahingestellt bleiben; bei den meisten, wenn nicht bei allen, wol sicher mit Unrecht. So soll er z. B. das Lied: „Heut triumphiret Gottes Sohn“, gedichtet haben, welches sich sicher schon im J. 1601 in der Ausgabe geistlicher deutscher Lieder von Gesius gedruckt findet, und wahrscheinlich sogar auch schon früher bekannt war. Die Lieder: „Ich weiß (mir) ein Blümlein“ und „O Christe Morgensterne“ sind schon im J. 1579 gedruckt worden, können also wol sicher nicht von ihm sein, da er noch im J. 1609 Hauslehrer war, obwol beide ihm mit ziemlicher Entschiedenheit hier und dort zugesprochen werden. Hingegen scheinen von den Liedern, in welchen „Fürstlicher Personen Symbola“ besungen werden, die das fünfte Capitel der „Geistlichen Wasserquelle“ ausmachen, diejenigen zehn, welche (in der Ausgabe von 1615) B. F. 1609 unterzeichnet sind, von ihm herzustammen.