ADB:Fieber, Franz Xaver

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Fieber, Franz Xaver“ von Heinrich Wilhelm Reichardt in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 7 (1878), S. 5, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Fieber,_Franz_Xaver&oldid=- (Version vom 19. Juli 2019, 00:32 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Nächster>>>
Fiedler, Franz
Band 7 (1878), S. 5 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Franz Xaver Fieber in der Wikipedia
GND-Nummer 100471463
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|7|5|5|Fieber, Franz Xaver|Heinrich Wilhelm Reichardt|ADB:Fieber, Franz Xaver}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=100471463}}    

Fieber: Dr. Franz Xaver F., Naturforscher, geboren den 1. März 1807 zu Prag, † am 3. Januar 1872 zu Chrudim. Er absolvirte die Gymnasialstudien in Prag, besuchte daselbst in den J. 1824–28 das technische Institut und hörte nebst den obligaten Collegien mit Eifer naturwissenschaftliche Vorlesungen. 1829 trat F. in den österreichischen Staatsdienst, wurde schließlich Director der Hülfsämter am Kreisgerichte zu Chrudim in Böhmen und bekleidete diese Stelle bis zu seinem Tode. F. betrieb mit Vorliebe botanische und entomologische Studien. In seiner Jugend fesselte ihn das Pflanzenreich besonders; er verkehrte viel mit Kaspar Grafen v. Sternberg, den Brüdern Presl, Corda, Tausch u. m. a. Als guter Zeichner verfertigte F. die Abbildungen zu mehreren Werken Sternberg’s und K. Boř. Presl’s. Auch einige selbständige botanische Arbeiten schrieb er in den J. 1826–51. Später wendete er sich der Entomologie, speciell dem Studium der Orthopteren und Hemipteren zu, über welche er Monographien und zahlreiche Abhandlungen veröffentlichte. In Anerkennung seiner schriftstellerischen Leistungen wurde F. 1848 von der Universität Jena zum Ehrendoctor der Philosophie promovirt, die kaiserl. Leopold.-Carol. deutsche Akademie der Naturforscher sowie zahlreiche andere gelehrte Gesellschaften ernannten ihn zum Mitgliede.

K. Jelinek, Das ständ. polytechnische Institut zu Prag (Programm zur Feier des 50jährigen Bestandes), S. 232. Hanus, System. Verzeichniß der Werke u. Abh. d. k. böhm. Ges. d. W. (enthält S. 23–26 ein Verzeichniß der Publicationen Fieber’s). Wurzbach, Biograph. Lexikon. Behn, Leopoldina VII. (1872) S. 91.