ADB:Franck von Franckenau, Georg

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Franck von Franckenau, Georg“ von August Hirsch in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 7 (1878), S. 219, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Franck_von_Franckenau,_Georg&oldid=- (Version vom 18. September 2019, 20:35 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Band 7 (1878), S. 219 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Georg Franck von Franckenau in der Wikipedia
GND-Nummer 102374031
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|7|219|219|Franck von Franckenau, Georg|August Hirsch|ADB:Franck von Franckenau, Georg}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=102374031}}    

Franck: Georg F. v. Franckenau, Arzt, den 3. Mai 1643 in Naumburg geboren, zeichnete sich schon in frühem Alter durch hervorragende philologische Bildung und poetische Begabung in so hohem Grade aus, daß er in seinem 18. Lebensjahre in Jena als Dichter gekrönt wurde. Nicht weniger bedeutende Fortschritte machte er hier auch in seinen Studien der Anatomie und Botanik, in Straßburg beendete er sein medicinisches Studium und erlangte hier 1666 die Doctorwürde. Im J. 1671 wurde er als Professor nach Heidelberg berufen und zum Leibarzte des Markgrafen ernannt; die kriegerischen Ereignisse veranlaßten ihn, Heidelberg zu verlassen und nach Frankfurt überzusiedeln, von wo er einem Rufe als Professor der Medicin nach Wittenberg folgte. Hier wurde er mit Ehren überhäuft, 1692 vom Kaiser Leopold geadelt, dennoch gab er seine Stellung hier auf, um einem, seiner Eitelkeit schmeichelndem Rufe an den Hof Christian V. nach Kopenhagen zu folgen, wo der Tod am 16. Juni 1704 seiner glänzenden Carrière ein Ende machte. – F. erfreute sich einer umfassenden, aber wenig tiefen gelehrten Bildung, er glänzte durch Eleganz in der Form, in der Wahl seiner wissenschaftlichen Objecte war er nicht selten geschmacklos, unter seinen überaus zahlreichen Schriften, meist kleinen Gelegenheitsschriften (ein sehr vollständiges Verzeichniß derselben findet sich in Biogr. méd. IV. p. 243) ist nicht eine, welcher ein bleibender Werth zukommt, und so wurde sein Ruhm mit ihm zu Grabe getragen.