ADB:Gauhe, Johann Friedrich

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Artikel „Gauhe, Johann Friedrich“ von Franz Schnorr von Carolsfeld in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 8 (1878), S. 423, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Gauhe,_Johann_Friedrich&oldid=- (Version vom 23. Mai 2019, 23:47 Uhr UTC)
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Gauhe: Johann Friedrich G., historischer Schriftsteller, geb. am 15. (nach Oettinger’s Moniteur des Dates T. 2. S. 111 am 12. nicht 15.) März 1681 zu Waltersdorf bei Luckau, † am 29. Decbr. 1755 zu Helbigsdorf. Sein Vater, Johann G., war erst Gymnasiallehrer in Berlin, dann Pfarrer in Waltersdorf. Da dieser ihm schon 1689 durch den Tod entrissen worden war, ward er 1691 einem Anverwandten, der Conrector in Luckau war, zur Erziehung übergeben. Darauf ward er 1697 Schüler des cöllnischen Gymnasiums zu Berlin und studirte von 1700 an in Wittenberg, wo er 1701 unter Deutschmann De Unitate essentiae divinae und 1703 unter Wernsdorf De Termino vitae non fatali disputirte. Nach Beendigung seiner Studienzeit war er einige Jahre Hofmeister, dann bekam er 1715 das Pastorat zu Ober-Neuschönberg, ward von hier aber 1724 als Pastor nach Helbigsdorf versetzt. Im J. 1716 hatte er sich mit Justina Maria Sieber verheirathet, die ihm elf Kinder gebar. In der wissenschaftlichen Litteratur ist sein Name bekannt geworden durch „Des H. R. Reichs genealogisch-historisches Adelslexikon“ (Thl. 1, 2. Aufl. 1740, Thl. 2, 1747), an dessen Fortsetzung noch 1820 gedacht ward (man erwartete eine solche von dem Pfarrer Chn. Frdr. Möller in Zipsendorf bei Zeitz, s. Allgemeiner Anzeiger der Deutschen, 1820, Nr. 242, Sp. 2595 f.), wie es auch noch heute zu den gangbaren Büchern gehört. Auch war G. Mitarbeiter an den „Unschuldigen Nachrichten“. Das Manuscript einer ungarischen und siebenbürgischen Kirchen- und Reformation-Historie, die er verfaßt hatte, soll ihm und seinem Verleger Gleditsch der kaiserliche Abgesandte am kursächsischen Hofe etwa 1723 widerrechtlich genommen haben.

Ch. G. Wilisch, Kirchen-Historie der Stadt Freyberg, 1737, 4°. S. 376 bis 78. Jo. Jac. Moser, Beytrag zu einem Lexico der jetztlebenden Theologen, Züllichau 1740, 4°. S. 219 ff. K. G. Dietmann, Die der Augsp. Confeßion zugethane Priesterschaft in Sachsen, Dresden und Leipzig (1752), Bd. I. S. 584–590. Meusel, Lexikon.