ADB:Gengler, Adam von

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Artikel „Gengler, Adam“ von Franz Heinrich Reusch in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 8 (1878), S. 568, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Gengler,_Adam_von&oldid=- (Version vom 18. Juni 2019, 23:16 Uhr UTC)
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Gengler: Adam G. (später, als Ritter des Civilverdienstordens der baierischen Krone, Adam v. G.), katholischer Theologe, geb. am 26. Septbr. 1799 in Bamberg, † am 1. April 1866 ebendaselbst. Er machte seine Studien am Gymnasium und Lyceum seiner Vaterstadt und wurde dort am 19. Octbr. 1822 zum Priester geweiht. 1824 wurde er zum Professor der Logik und Religionslehre an der neu errichteten Lycealclasse zu Landshut ernannt, ging aber, ehe er dieses Amt antrat, mit Erlaubniß der Regierung noch ein Jahr zur Fortsetzung seiner Studien nach Tübingen; die dortige theologische Facultät promovirte ihn auch zum Doctor, 1828 wurde G. Professor der Kirchengeschichte und des Kirchenrechts am Lyceum in Bamberg. Mehrere Berufungen an Universitäten, München etc., lehnte er ab. 1842 wurde er zum Domcapitular, 1848 zum Domdecan des Bamberger Metropolitancapitels ernannt. Seine Professur legte er im Februar 1849 nieder, war aber vom Februar 1850 bis Februar 1862 honoris causa Rector des Lyceums. 1858 hatte ihn König Max II. zum Erzbischof von Bamberg ausersehen; G. weigerte sich aber, die Ernennung anzunehmen, weil er in Rom eine Zurückweisung fürchtete (Friedrich, Geschichte des vat. Concils I. 452). – Schriften: „Ueber das Verhältniß der Theologie zur Philosophie“, 1826. „Die Ideale der Wissenschaft oder die Encyklopädie der Theologie“, 1834; mehrere Aufsätze in Zeitschriften, namentlich in der Tübinger Theol. Quartalschr. 1827–35, u. a. „über eine angeblich zu hoffende Indifferenzirung des Katholicismus und Protestantismus in einem höheren Dritten“, 1827; „Aphorismen über das Verhältniß der Kirche zum Staate“, 1832.

Vgl. Werner, Gesch. d. kath. Theologie, S. 565.