ADB:Gretser, Jakob

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Gretser, Jacob“ von Karl Werner in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 9 (1879), S. 644–645, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Gretser,_Jakob&oldid=- (Version vom 13. November 2019, 22:56 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Grestius, Hieronymus
Nächster>>>
Kretz, Matthias
Band 9 (1879), S. 644–645 (Quelle).
Wikisource-logo.png Jakob Gretser bei Wikisource
Wikipedia-logo-v2.svg Jakob Gretser in der Wikipedia
GND-Nummer 118542087
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|9|644|645|Gretser, Jacob|Karl Werner|ADB:Gretser, Jakob}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=118542087}}    

Gretser: Jacob G., geboren 1562 zu Markdorf in Schwaben, † am 29. Januar 1625, der gelehrteste unter den deutschen Jesuiten seines Zeitalters, trat in seinem 17. Lebensjahre in den Jesuitenorden, lehrte durch 24 Jahre in Ingolstadt Philosophie und Theologie, wohnte dem Regensburger Colloquium 1601 bei und beendete sein durch eine unermüdliche Studirthätigkeit ausgefülltes Leben im 63. Lebensjahre. Die Gesammtzahl seiner Schriften füllt 17 Foliobände, welche als Gesammtausgabe seiner Werke zu Regensburg 1731–41 erschienen. Der Inhalt derselben ist zum weitaus größten Theile controversischer Natur und bezieht sich auf die theologischen Streitthemata des Reformationsjahrhunderts; G. verbindet indeß mit dem kirchlich-polemischen Interesse auch jenes der gelehrten geschichtlichen Forschung, und hat sich auch um die ältere kirchliche Litteratur durch Herausgabe verschiedener bis dahin noch nicht durch den Druck bekannt gemachter Werke älterer kirchlicher Schriftsteller verdient gemacht. Die Gesammtausgabe seiner Werke ordnet dieselben unter folgende Rubriken: „De sancta cruce“ (Opp. Tom. I–III, Polemisches, Archäologisches, Historisches, so wie ältere bis dahin inedirte kirchliche Schriftwerke über die Verehrung des hl. Kreuzes enthaltend). – „Defensio rituum ecclesiasticorum “ (Tom. IV, V). – „Defensio Romanorum Pontificum“ (Tom. VI, VII). – „Defensio operum Bellarmini“ (Tom. VIII, IX). – „Defensae et illustratae Sanctorum vitae“ (Tom. X). – „Defensio Societatis Jesu“ (Tom. XI). – „Lutherus academicus et Waldenses“ (Tom. XII). – „Miscellanea polemica“ (Tom. XIII). – Inedita der griechischen patristischen Litteratur (Tom. XIV: einzelne Schriften des Gregorius Nyssenus, ferner der Hodegus und die Quaestiones et Responsiones des Anastasius Sinaita). – Lateinische Uebersetzungen griechischer Kirchenschriftsteller (Tom. XV): Georgius Codinus Curopalata, Theodor [645] Abukara, Chronicon Hippolyti Thebani etc.). – Endlich Tom. XVI: „Grammaticae graecae libri tres“, ferner „Disputationes philosohicae et theologicae“ (Tom. XVII) enthält ein Generalregister zu den vorausgegangenen 16 Foliobänden). Ein detaillirtes Verzeichniß seiner Schriften bei Backer, Ecrivains de la Compagnie de Jésus I, 345–364. Ein Abriß von Gretser’s Leben ist dem ersten Bande der Gesammtausgabe seiner Werke vorausgeschickt.