ADB:Haeks, Goswin

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Artikel „Haeks, Goswin“ von Jacob Cornelis van Slee in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 10 (1879), S. 310, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Haeks,_Goswin&oldid=- (Version vom 19. August 2019, 06:01 Uhr UTC)
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Haeks: Goswin H. aus Loenhout in Brabant, am Anfange des 15. Jahrhunderts geboren, erwarb sich an der Pariser Universität den Doctortitel in der Theologie und trat bald nachher in den Karmeliter-Orden zu Vlissingen ein. Um 1460 übertrug David von Burgundien, Bischof von Utrecht, ihm die Suffraganstelle in seiner Diöcese und er fungirte als Weihbischof dieses Prälaten unter dem Titel eines Bischofs von Hieropolis. Mit löblichem Fleiße förderte er die kirchlichen Angelegenheiten des Bisthums und stiftete 1469 ein Kloster seines Ordens zu Utrecht. Dabei zeichnete er sich auch als Schriftsteller aus. Valerius Andreas und Trithemius erwähnen von seiner Hand eine „Explicatio libri primi et secundi P. Lombardi“, ferner „De regimine conscientiae turbatae“, — „Quaestiones de virtutibus theologicis et cardinalibus“, — „Liber de decem praeceptis“, — „De multitudine exemplorum“, — „Sermones dominicales“, — „Sermones in jejuniis“ und „De modo praedicandi“. Diese Werke sind aber, wie es scheint, verloren; nur die letztgenannte Schrift findet sich vielleicht in zwei Handschriften der Universitätsbibliothek zu Utrecht sub Nr. 102 und Nr. 170. Hat aber diese Muthmaßung Grund, so darf man seiner homiletischen Arbeit keinen großen Werth beilegen, und ist sie für Thema, Texterklärung und Eintheilung der Predigt durchaus unfruchtbar. H. starb zu Utrecht am 31. März 1475 und wurde in der Karmeliterkirche begraben.

Moll, Kerkgesch. v. Nederl. II, 1ste St. bl. 279, 2de St. bl. 393, Val. Andr. Bibl. Belg. p. 297 und Batavia sacra, II. p. 509.