ADB:Haimberger, Anton Freiherr von

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Haimberger, Anton Freiherr von“ von Johann Baptist von Hoffinger in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 10 (1879), S. 386–387, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Haimberger,_Anton_Freiherr_von&oldid=- (Version vom 22. Juli 2019, 03:50 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Hailmann, Ludwig
Band 10 (1879), S. 386–387 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand Februar 2019, suchen)
GND-Nummer 116392541
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|10|386|387|Haimberger, Anton Freiherr von|Johann Baptist von Hoffinger|ADB:Haimberger, Anton Freiherr von}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=116392541}}    

Haimberger: Anton Freiherr v. H., Rechtslehrer, geb. am 3. Mai 1795 in Seitenstetten Nied. Oesterr., Bürgerssohn, studirte am dortigen Benedictinerstifte drei Jahre Theologie, ging dann zum Rechtsstudium über, in welchem er, ein Lieblingsschüler Dolliner’s, bedeutende Erfolge erzielte. 1821 zum Professor des römischen Rechtes in Lemberg ernannt, gab er 1827 dort zuerst in lateinischer, dann 1835 in Wien in deutscher Sprache sein „Lehrbuch des reinen römischen Privatrechtes“ in 4 Bänden heraus, das auch ins italienische übersetzt wurde, Jahrzehnte lang an allen österreichischen und den meisten italienischen Rechtslehranstalten (sogar in Turin, Bellinzona, Neapel) in Gebrauch stand und noch heute ein gangbares Werk zur Einführung in das römische Rechtsstudium ist. Zahlreiche einzelne juridische Abhandlungen veröffentlichte er in Kudler’s und anderen juridischen Zeitschriften. H. wurde Rath 1841 beim galizischen Appellationsgericht, 1847 beim obersten Gerichtshofe, 1852 in den damaligen Reichsrath [387] berufen, wo er in höchster Instanz für die österreichische Justizreform thätig war. 1861 als Geheimrath (Comm. des Leopold- und Großkreuz des Franz Josephordens) in den Ruhestand versetzt, starb er am 5. August 1865 zu Graz. Er war ein guter alter Oesterreicher und selfmade man im besten Wortsinne.

Wiener Zeitung vom 27. September 1865, Z. 221. – Oesterr. Ehrenhalle III. 1865, S. 33. – v. Wurzbach, Biogr. Lex. VII. Bd. S. 214.