ADB:Hermann I. (Markgraf von Verona)

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Artikel „Hermann I., der Heilige, Markgraf von Verona“ von Arthur Kleinschmidt in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 12 (1880), S. 120, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Hermann_I._(Markgraf_von_Verona)&oldid=- (Version vom 21. August 2019, 05:24 Uhr UTC)
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Hermann I., der Heilige, Markgraf von Verona, Stammvater des großherzoglichen Hauses Baden, war der zweite Sohn des Herzogs Berthold I. von Zähringen und Begründer der Linie Baden. Da er bei der Erbtheilung außer den Festen Hachberg und Sausenberg mit Zugehör und anderen Gebieten in Breisgau, Uffgau und Kraichgau die Feste Lintburg erhielt, nannte er sich auch „Graf von Lintburg“. Aber er trat die Regierung dieser Gebiete gar nicht an. Wegen des Besitzes mehrerer Grafschaften und weil er die früher von seinem Vater als Lehen besessene Mark Verona beanspruchte, nannte er sich Markgraf von Verona. Er war äußerst friedfertig und fromm, die Zwistigkeiten der Fürsten und des Clerus widerten ihn an, er entsagte daher schon 1073 der Welt und trat als Mönch in das berühmte Benedictinerkloster Clugny. Hier kasteiete er sich, legte sich die härtesten Bußen und Entbehrungen auf und starb im Geruche der Heiligkeit am 25./26. April 1074. Seine Gemahlin Judith aus dem gräflichen Hause Calw, die mit ihren Brüdern den Bau des 1059 begonnenen prächtigen Benedictinerklosters Hirsau beendete, war ebenso fromm wie H., begab sich nach dem Tode desselben unter den Schutz des Papstes Urban II. nach Salerno und starb hier am 27. Sept. 1091.