ADB:Holzhai, Georg

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Holzhai, Georg“ von Franz Stanonik in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 13 (1881), S. 30, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Holzhai,_Georg&oldid=- (Version vom 21. September 2021, 06:29 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Nächster>>>
Holzhuter, Thomas
Band 13 (1881), S. 30 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand August 2013, suchen)
GND-Nummer 100293506
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|13|30|30|Holzhai, Georg|Franz Stanonik|ADB:Holzhai, Georg}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=100293506}}    

Holzhai: Georg H., Jesuit, geboren 1571 zu Westerrieden im Algäu, gestorben zu Ingolstadt am 9. Mai 1646. Er unterrichtete in Ingolstadt durch eine lange Reihe von Jahren die Cleriker seines Ordens in der Philosophie, der Erklärung der h. Schrift und der hebräischen Sprache. Längere Zeit war er Studienpräfect. Außerdem übte er auch die Seelsorge aus. Als 1634 im dortigen Collegium eine pestartige Krankheit ausbrach, wurde ihm auf seinen eigenen Wunsch die Seelsorge bei den von der Seuche Angesteckten übertragen. Er blieb jedoch von der Krankheit verschont. Auch als Schriftsteller hat er sich versucht. Er schrieb einige Erbauungsbücher, wie z. B. „Seelenschatz aus dem römischen Missal“, eine populäre Erklärung der sonn- und festtägigen Evangelien usw. (1641), und einige Controversschriften gegen die Protestanten, darunter: „Von der Rechtfertigung“, 1625; „Wundersame Komödie vom röm. Papst und Antichrist“, 1626; „Ob’s wahr, daß in der neuevangel. deutschen Bibel das Wort Gottes rein und lauter begriffen sei“, 1627; „Jerusalem und Babylon, die altkathol. Kirche und neuevang. Gemeine“, 1628. Eine hebräische Sprachlehre sammt Wörterbuch blieb Manuscript.

Vgl. Sotvell, Biblioth. scriptorum S. J. (Rom 1676) p. 290; Rotmar et Mederer, Annales Ingolst. acad. (Ing. 1782) II, p. 312; De Backer, Bibliothèque des écriv. de la Comp. de Jés. VI, 222.