ADB:Hovaeus, Antonius

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Artikel „Hovaeus, Antonius“ von Jacob Cornelis van Slee in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 13 (1881), S. 213, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Hovaeus,_Antonius&oldid=- (Version vom 6. Dezember 2019, 23:47 Uhr UTC)
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Hovaeus: Antonius H., oder van Hove, auch van der Hoef genannt, Benedictiner in der berühmten Egmonder Abtei, war am Anfange des 16. Jahrhunderts zu Egmond oder, wie einige wollen, zu Wormer geboren. Um seiner Frömmigkeit und Gelehrsamkeit willen genoß er großes Ansehen bei seinen Klosterbrüdern. Man wünschte ihn daher nach dem Tode Wilhelms van der Goes 1560 zum Abte, was indessen durch die Vereinigung Egmond’s mit dem von König Philipp II. errichteten Bisthume Harlem vereitelt ward. Zur Entschädigung erhielt H. 1563 die Abtei Echternach, wo er nach fünfjähriger löblicher Regierung am 8. October 1568 starb. Wie Cornelius Aurelius und Guilielmus Hermanni hinterließ auch er einige Dichtungen von klassischer Latinität. Als solche verdient seine Schrift „De arte amandi deum, accessit odarum, hymnorum et precum liber“, Col. ap. Maternum Cholinum 1566. Erwähnung. In der kleinen Schrift „A. Hovaei Haecmundani, Abbatis Echternacensis electi. Zuermondius, vel de temporis nostri statu et conditione dialogus“, Leidae ap. Th. G. Horst, 1564 behandelt er nicht nur die Religionsangelegenheiten jener Zeit, sondern auch die Lehre von der Vorsicht Gottes, von der Unsterblichkeit und andere theologischen Gegenstände. Er widmete diese Arbeit seinem Freunde Viglius in einem ihr voranstehenden Briefe vom 7. October 1563. Auch verfaßte er eine „Historie van de edele welgeboren Heeren van Egmond uit de oude boeken byeenvergaderd, alsmede eene lyst van de abten van Egmond. mitsgaders eenige grafschriften van de oude Hollandsche graven“. Sie erschien zuerst Lateinisch zu Harlem o. J. bei Michiel van Leeuwen, neu aufgelegt zu Alkmaar 1603, 1630, 1638, 1646 und 1648; auch in holländischer Uebersetzung zu Harlem 1664 und zu Alkmaar 1686, 1696, 1707, 1734 und 1771.

Paquot, Mem. littér. II. p. 80 s. v. Glasius, Godgel. Nederl. und Valerius Andr. Athen. Belg.