ADB:Kaunitz-Rietberg, Maximilian Ulrich Graf von

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Artikel „Kaunitz-Rietberg, Max Ulrich Graf von“ von Anton Victor Felgel in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 15 (1882), S. 486–487, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Kaunitz-Rietberg,_Maximilian_Ulrich_Graf_von&oldid=- (Version vom 25. Juni 2021, 06:16 Uhr UTC)
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Kaunitz-Rietberg: Max Ulrich Graf von K.-R., kam als drittgeborener Sohn des Grafen Dominik Andreas von K. (1655–1705) aus dessen Ehe mit Maria Eleonora Gräfin von Sternberg in Wien am 27. März 1679 zur Welt. Er wurde kaiserlicher Kämmerer und im J. 1706 zum kaiserlichen Reichshofrathe ernannt. Im Sommer 1716 war er als kaiserlicher Gesandter im fränkischen, oberrheinischen, westfälischen und obersächsischen Kreise thätig. Später wurde er zum Landeshauptmann in Mähren und am 21. Septbr. 1720 zum kaiserlichen geheimen Rathe ernannt. An dem Conclave nach dem Tode des Papstes Innocenz XIII. nahm er als kaiserlicher Botschafter Theil. Mit regem Eifer und richtigem Verständnisse widmete er sich nunmehr völlig den Obliegenheiten seines Amtes als Landeshauptmann von Mähren. Von den mannigfachen wohlthätigen und gemeinnützigen Anstalten und Einrichtungen, die in Folge [487] seiner Anregung und unter seiner Leitung entstanden, verdienen hier namentlich die Versuche zur Schiffbarmachung der March, die Errichtung der ständischen Akademie in Olmütz, der Bau der großen Kaiserstraße über Brünn und Olmütz, die Regulirung des Steuerwesens u. a. m. hervorgehoben zu werden. – Im J. 1744 durch Verleihung des Ordens vom goldenen Vließe ausgezeichnet, starb er zu Brünn am 10. Septbr. 1746. – Seiner Ehe mit Marie Ernestine Franziska (geboren am 1. August 1686, vermählt am 6. August 1699, † 1758), der Tochter Ferdinand Max, des letzten Grafen von Rietberg waren 5 Töchter und 11 Söhne – darunter Wenzel Anton Dominik, der Staatskanzler Maria Theresia’s entsprossen. Nach langem und kostspieligem Rechtsstreite gelang es ihm die Erbansprüche seiner Gemahlin zur Geltung zu bringen. Er erhielt die Grafschaft Rietberg in Westfalen mit Ansprüchen auf die Herrschaften Esens, Stederdorf und Wittmund in Ostfriesland und fügte seinem Geschlechtsnamen das Prädikat Rietberg bei.

Acten des k. u. k. Haus- , Hof- und Staatsarchives in Wien. Wurzbach, Biogr. Lexikon, Theil 11 (Wien 1864). S. 69 ff.