ADB:Kind, Karl Friedrich

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Artikel „Kind, Karl Friedrich“ von Theodor Kirchhoff (Arzt) in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 51 (1906), S. 145–146, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Kind,_Karl_Friedrich&oldid=- (Version vom 17. Juni 2019, 09:33 Uhr UTC)
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Kind: Karl Friedrich K., geboren am 25. October 1825 in Doeben bei Grimma, woselbst sein Vater Cantor war. Nachdem er drei Jahre Lehrer an einer Privatschule in Dresden gewesen war, ging er nach Petersburg, wo er drei Jahre Lehrer war. Von 1849 an bereitete er sich in Leipzig auf das höhere Schulfach vor; gleichzeitig war er Lehrer in der Anstalt für schwach- und blödsinnige Kinder bei Dr. Kern. Dieser veranlaßte ihn nach glücklich überstandener Maturitätsprüfung Medicin zu studiren (1860). Der Tod seines einzigen Sohnes erschütterte ihn tief, so daß er 1866 nach überstandenem [146] Physikats-Examen sich in Grimma einen anderen Wirkungskreis als praktischer Arzt suchte. 1868 folgte er aber dem Ruf zur Uebernahme der neugegründeten Idiotenanstalt Langenhagen bei Hannover. Hier trat ihm der große Vorzug vor Augen, der aus der Vereinigung des Arztes mit dem Pädagogen in der Praxis sich geltend macht. Auf dieser Basis betrat er auch den Weg der Forschung auf dem noch dunklen Gebiete des Idiotenwesens; seine Arbeiten waren vorwiegend statistische und kritische. Er starb am 15. October 1884.

Vgl. Nekrolog (Köhler) in Zeitschrift f. Psych. u. psych. ger. Medic., Bd. 41, S. 732. – Laehr, Gedenktage d. Psych. (1893), S. 304 u. 317.