ADB:Konrad I. (Erzbischof von Trier)

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Artikel „Konrad I., Erzbischof von Trier“ von Bernhard Endrulat in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 16 (1882), S. 627, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Konrad_I._(Erzbischof_von_Trier)&oldid=- (Version vom 23. Oktober 2019, 13:18 Uhr UTC)
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Konrad (Kuno) I., Erzbischof von Trier 1066, aus dem Geschlechte der von Pfullingen, war ein Neffe des Erzbischofs Anno von Köln und wurde durch diesen nach dem Tode des Erzbischofs Eberhard den Trierern als Erzbischof aufgedrängt. K., der Dompropst zu Köln war, erhielt vom Könige Heinrich IV. ohne weiteres die Belehnung mit Ring und Stab, in Trier aber geriethen Volk und Geistlichkeit über die Nichtachtung ihres Rechts zur Bischofswahl in große Aufregung und rüsteten sich zum Widerstande. Auf die Nachricht hiervon brachen Anno, K. und der Bischof Eginhard von Speyer mit großem Gefolge gegen Trier auf. Gegen sie zog der Burggraf oder Domvoigt Theodorich von Trier mit einer Schaar junger, kühner Leute. Er überfiel die Kölnischen bei Bittburg unweit Trier, woselbst K. am 17. Mai 1066 eingetroffen war, nahm diesen und Eginhard gefangen und schlug ihre Begleiter in die Flucht. Eginhard wurde nach schweren Beschimpfungen und Mißhandlungen entlassen, K. aber gefesselt und auf das Schloß Uerzig geschleppt, wo er 14 Tage gefangen gehalten wurde. Danach übergab Theodorich ihn seinen Dienstmannen, die den Unglücklichen am 1. Juni 1066 von einem hohen Felsen herabstürzten und ihm dann mit dem Schwerte den Todesstoß versetzten. Die Leiche Konrads wurde auf Veranlassung des Bischofs von Verdun nach dem Kloster Tholey bei Ottweiler gebracht und dort beigesetzt.

Gesta Trevirorum ed. Wyttenbach. – Leonardy, Gesch. des Trierischen Landes und Volkes.