ADB:Lasso, Ferdinand di (Komponist)

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Lassus, Ferdinand de“ von Wilhelm Bäumker in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 18 (1883), S. 9, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Lasso,_Ferdinand_di_(Komponist)&oldid=- (Version vom 21. September 2019, 18:44 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Lasso, Orlando di
Nächster>>>
Lasso, Rudolph di
Band 18 (1883), S. 9 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Ferdinando di Lasso in der Wikipedia
GND-Nummer 129018953
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|18|9|9|Lassus, Ferdinand de|Wilhelm Bäumker|ADB:Lasso, Ferdinand di (Komponist)}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=129018953}}    

Lassus: Ferdinand de L., ein Sohn des Orlandus de L., geb. 1562 in München, erlernte unter Anleitung seines Vaters und des zweiten Kapellmeisters Johann a Tosta die Musik und stand zuerst beim Grafen Friedrich Eitel von Hohenzollern in Diensten. Im J. 1592 berief ihn der Herzog Wilhelm V. als Tenorist in seine Kapelle, deren Oberkapellmeister er im J. 1602 wurde. Zugleich mußte er die Unterhaltung und Instruction von fünf Singknaben übernehmen, wofür ihm pro Kopf 132 Gulden vergütet wurden. Seine Besoldung als Kapellmeister bestand alles in allem in 330 Gulden, wozu im J. 1602 noch 100 Gulden Zulage kamen. L. war verheirathet und Vater von sieben Kindern. Er starb am 27. August 1609. Mit seinem Bruder Rudolf hatte er im J. 1604 das „Magnum opus musicum“, eine Sammlung von 516 Motetten seines Vaters in München herausgegeben. 1588 erschienen von ihm in Graz: „Cantiones sacrae suavissimae et omnium musicorum instrumentorum harmoniae per quam accommodatae, alias nec visae nec unquam typis subjectae“. Außerdem finden sich Compositionen (aliquot piae cantilenae) von ihm in dem Werke seines Vaters: „Tertium opus musicum, continens lectiones Hiob et motectas, seu cantiones sacras“, Norimbergae 1588 (Nr. 59–61). 12 Nummern enthält das Werk: „Cantiones quinque vocum ab Orlando di Lasso et huius filio Ferdinand. di Lasso“, Monachii 1597. Vier Magnificat bringt das Werk: „Liber primus Cantiones sacrae, Magnificat vocant, V et VI vocum, authore Orlando di Lasso. His accesserunt quatuor ab ejusdem Orlandi filio Ferdinando di Lasso“, Monachii 1602.