ADB:Ledebour, Karl Friedrich von

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Artikel „Ledebour, Karl Friedrich von“ von Edmund Russow in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 18 (1883), S. 111, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Ledebour,_Karl_Friedrich_von&oldid=- (Version vom 11. Dezember 2019, 10:38 Uhr UTC)
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Ledebour: Karl Friedrich v. L., kaiserlich russischer Staatsrath und Ritter mehrerer hohen Orden, wurde im J. 1786 zu Greifswald geboren, daselbst schon in seinem 19. Lebensjahre als außerordentlicher Professor der Botanik und Director des botanischen Gartens angestellt und in seinem 25. Lebensjahre als ordentlicher Professor der Botanik, Mineralogie und Zoologie, sowie als Director des botanischen Gartens nach Dorpat berufen, von wo er nach 20jähr. Wirksamkeit als Emeritus schied, um unter Beibehaltung seines Gehaltes sein Leben in Deutschland der Wissenschaft zu widmen, indem er zuerst Heidelberg, dann München zu seinem Wohnsitz erwählte; hier starb er am Nervenfieber am 4. Juli des Jahres 1851. Seinen hervorragenden wissenschaftlichen Ruf begründete sich L. zunächst durch die in Gemeinschaft mit C. A. Meyer und Alex. v. Bunge in den Altai unternommene Reise und deren wissenschaftliche Bearbeitung („Flora altaica“, bearbeitet von L., C. A. Meyer und Alex. v. Bunge), ganz besonders aber durch das Hauptwerk seines Lebens, welches erst nach seinem Tode durch die Munificenz der russischen Regierung beendet wurde, die „Flora rossica“, eine durch Fleiß und Gewissenhaftigkeit der Bearbeitung höchst ausgezeichnete Leistung auf dem Gebiete der Floristik. – Eine indische Melanthinceengattung benannte Roth nach L., dann auch Link eine Umbellatengattung, die jedoch mit Tragium zusammenfällt.