ADB:Lobkowitz, Georg Christian Fürst von

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Lobkowitz, Georg Christian Fürst von“ von Adam Wolf in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 19 (1884), S. 50, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Lobkowitz,_Georg_Christian_F%C3%BCrst_von&oldid=- (Version vom 22. September 2019, 03:03 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Band 19 (1884), S. 50 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Georg Christian von Lobkowitz (Feldmarschall) in der Wikipedia
GND-Nummer 122236300
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|19|50|50|Lobkowitz, Georg Christian Fürst von|Adam Wolf|ADB:Lobkowitz, Georg Christian Fürst von}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=122236300}}    

Lobkowitz: Fürst Georg Christian v. L., geb. am 10. August 1686, † am 4. October 1755, k. k. Feldmarschall, ein Enkel des Fürsten Wenzel L., diente als Soldat den Kaisern Joseph I., Karl VI. und Maria Theresia. Er begann seine Laufbahn unter Prinz Eugen im spanischen Erbfolgekriege und 1716 im Türkenkriege. 1729 wurde er Generalfeldwachtmeister in Neapel, 1732 Gouverneur von Sicilien, 1733 Feldmarschalllieutenant, 1734 General der Cavallerie und Gouverneur in der Lombardei und in Parma. Seine beste That in Italien war die Vertheidigung Messina’s. 1739 commandirte er in Siebenbürgen und 1742 im österreichischen Erbfolgekriege als Feldmarschall in Böhmen, schloß (December 1742) Belleisle in Prag ein und vereinigte sich 1743 an der Donau mit dem Hauptheere. Von 1743–46 befehligte er in Italien, vertrieb die Spanier aus Rimini, kam im zweiten schlesischen Kriege wieder nach Böhmen, zeichnete sich bei Soor aus, wurde abberufen und übernahm das Commando in Ungarn. L. war ein tapferer Offizier, aber heftig und wenig beliebt. Durch das Erlöschen der älteren Linie Popel-Lobkowitz ererbte er 1722 Bilin, Eisenberg und wurde der Stifter der zweiten fürstlichen Linie, welche 1802 ausstarb.

Wurzbach, Lexikon; v. Arneth, Maria Theresia’s erste Regierungsjahre 1763–65.