ADB:Maier, Willibald Apollinar

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Artikel „Maier, Willibald Apollinar“ von Franz Hülskamp in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 20 (1884), S. 100–101, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Maier,_Willibald_Apollinar&oldid=- (Version vom 28. Oktober 2020, 06:02 Uhr UTC)
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Maier: Willibald Apollinar M., katholischer Theolog und Publicist, geb. am 19. Februar 1823 zu Pfalzpaint bei Eichstätt, † am 5. Mai 1874 in Regensburg. – Ein Kind schlichter Landleute, kam er früh in das Haus seines Taufpathen, des Dompredigers Hoffmann in Eichstätt, besuchte hier die Lateinschule und seit 1835 die Studienanstalt an St. Stephan in Augsburg, welche er schon im Herbst des Jahres 1839 mit Auszeichnung absolvirte. Dann studirte er acht Jahre lang als Zögling des Collegium Germanicum in Rom, wo er schon 1842 zum Dr. philos. promovirt, 1846 zum Priester geweiht und 1847 zum Dr. theol. promovirt wurde. Nach Deutschland heimgekehrt, wirkte er bis 1854 zu Stöckelsberg, Neumarkt, Monheim und Ellingen in der Seelsorge, trat dann aber in die Redaction der „Deutschen Volkshalle“ zu Köln ein und übernahm nach deren Unterdrückung im folgenden Jahre die Redaction der neuen Zeitung [101] „Deutschland“ in Frankfurt a. M. Als auch dieses Blatt zu Grunde ging, wurde er von dem neuen Regensburger Bischofe Senestréy als bischöflicher Secretär engagirt, was er auch dann blieb, als er schon 1860 vom Domvicar zum Domcapitular in Regensburg befördert worden. Seitdem war er die rechte Hand des Bischofs, dem er auch während des Vaticanischen Concils 1870 in Rom zur Seite stand. M. gab anonym die anregenden „Gedanken über die Restauration der Kirche in Deutschland“ heraus (Regensburg 1859), übersetzte und bearbeitete sämmtliche Werke Segneri’s, sowie mehreres von Passaglia und Perrone, schrieb Flugschriften zur Erklärung und Vertheidigung des Syllabus und der dazu gehörenden Encyklika „Quanta Cura“ (ebendort 1865 f.), lieferte eine ausführliche Schrift über „Die liturgische Behandlung des Allerheiligsten außer dem Opfer der heiligen Messe“ (ebenda 1860), bearbeitete in musterhafter Weise die Regensburger Diöcesanmatrikel und hatte sehr hervorragenden Antheil an dem großen Aufschwunge der liturgisch-rubricistischen Publicationen Friedrich Pustet’s in Regensburg.

Pastoralblatt des Bisthums Eichstätt 1874, Nr. 22–23. – Regensburger Morgenblatt 1874, Nr. 102.