ADB:Mauermann, Ignaz Bernhard

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Artikel „Mauermann, Ignaz Bernhard“ von Anton Weis in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 20 (1884), S. 688–689, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Mauermann,_Ignaz_Bernhard&oldid=- (Version vom 17. Oktober 2019, 08:25 Uhr UTC)
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Mauermann: Ignaz Bernhard M., apostolischer Vicar von Sachsen, Bischof von Pella i. p. i., Domdechant zu Budissin, Mitglied des königlichen Staatsrathes, Comthur des sächsischen Civilverdienstordens, geb. zu Neuzelle in der Niederlausitz am 2. Februar 1786, † zu Schirgiswalde am 14. September 1841. Er besuchte zuerst die lateinische Schule im Cisterzienserkloster seines Geburtsortes und machte seine weiteren Studien zu Prag und Leitmeritz, wo er am 15. August (nach Anderen am 15. October) 1808 zum Priester geweiht wurde, nachdem er schon 1807 eine Stelle als Schuldirector und Katechet zu Aussig erhalten hatte. Im J. 1814 erhielt er einen Ruf als Schuldirector nach Leipzig, 1815 in gleicher Eigenschaft und als königlicher Capellan nach Dresden, wo er zugleich als Beichtvater der königlichen Familie bestellt wurde. Am 24. März 1819 folgte seine Wahl zum Domherrn in Budissin, dann zum apostolischen Vicar von Sachsen mit dem Bischofstitel von Pella und am [689] 11. Juli des nämlichen Jahres die bischöfliche Weihe zu Dresden durch den Bischof Lock, nach dessen Tode er auch am 9. November 1831 zum Domdechanten in Budissin gewählt wurde, so daß er die beiden höchsten katholischen kirchlichen Würden Sachsens in seiner Person vereinigte. Sowol in der Ständekammer als in seiner Amtsthätigkeit suchte er, ohne den Rechten Anderer nahe zu treten, die Interessen seiner Glaubensgenossen aufs Beste zu wahren. Die katholischen Kirchen und Schulen zu Zwickau, Pirna, Chemnitz und Freiberg verdanken ihm ihr Entstehen; der Missionsgottesdienst für die im Königreiche zerstreut lebenden Katholiken wurde durch ihn eingeführt; zahlreiche Beiträge flossen aus seiner Privatcasse zur Erhaltung und Förderung der katholischen Anstalten. Die Hochschätzung dreier Könige begleitete ihn durchs Leben, die Liebe und Dankbarkeit seiner Glaubensgenossen folgte ihm ins Grab nach.

Neuer Nekrolog der Deutschen. 19. Jahrg. (1841) 2. Thl. S. 881 N. 269. Forwerk, Gesch. und Beschreibung der kön. kath. Hof- und Pfarrkirche zu Dresden. Dresden 1851. S. 167.