ADB:Meyer, Heinrich Christian

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Artikel „Meyer, Heinrich Christian“ von Otto Beneke in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 21 (1885), S. 578–579, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Meyer,_Heinrich_Christian&oldid=- (Version vom 22. Januar 2020, 06:26 Uhr UTC)
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Meyer: Heinrich Christian M., Kaufmann und Fabrikant in Hamburg, Gründer und Inhaber einer diesseits wie jenseits des Oceans wohlberufenen Stock-, Fischbein- und Gummiwaaren-Fabrik (Firma: H. C. Meyer jun.), nach welcher man ihm den populären Namen Stockmeyer beigelegt hatte. – Geboren den 4. Juni 1797 zu Nesse im hannoverschen Amte Stotel, als Sohn eines später nach Hamburg gezogenen schlichten Geschäftsmannes, war er, bei guter Veranlagung, durch Fleiß und Thätigkeit zu einer mehr als alltäglichen Bildung und zu vielseitigen praktischen Kenntnissen gelangt. Das im J. 1818 von seinem Vater und ihm errichtete, anfangs wenig bedeutende Fabrikgeschäft erhielt nach und nach durch ihn eine so großartige Entwickelung, daß man es um 1840 als einzig in seiner Art erachtete. Gleichzeitig wurden die vielfachen Verdienste des erprobt tüchtigen, anspruchslosen Ehrenmannes allgemeiner bekannt, so daß man ihn den besten Bürgern des Hamburgischen Gemeinwesens beizählte. Außer seinen Verdiensten um Hebung der vaterstädtischen Industrie und Gewerbe erwarb er sich auch durch seinen unermüdlichen patriotischen Eifer für das vielfach erschwerte Zustandekommen der Eisenbahnverbindung Hamburgs mit Berlin die lebhafteste Anerkennung in weiteren Kreisen. Deshalb wurde auch in unmittelbarer Nähe des Bahnhofes, auf einem öffentlichen Platz vor dem Klosterthore die Stätte gesucht und höheren Orts bewilligt, auf welcher nach seinem Tode (den 26. Juli 1848) Freunde und Verehrer dem wackeren Manne ein Ehrendenkmal errichteten (im J. 1854) in der seinem Charakter entsprechenden einfach-edeln Form einer Granitsäule. – Die von ihm geschaffenen musterhaften Einrichtungen für das leibliche und geistige Wohl seiner vielen Arbeiter und ihrer Familien wurden von seinen Successoren aufrecht erhalten. Gelegentlich der Feier des 50jährigen Bestehens der Fabrik stifteten sie, zur Erinnerung an den [579] Begründer, eine Prämienmedaille in Gold, Silber und Bronce, für 50-, 25- und 10jährige Dienstthätigkeit der Arbeiter und Gehilfen. Der Avers dieser Medaille zeigt die Figur des obengedachten Meyerdenkmals.

Vgl. Gaedechens, Hamburger Münzen und Medaillen, Bd. III, S. 192.