ADB:Pfarrius, Gustav

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Pfarrius, Gustav“ von Johann Jakob Merlo in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 25 (1887), S. 610, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Pfarrius,_Gustav&oldid=- (Version vom 23. Juni 2019, 21:28 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Pfarrer, Mathis
Band 25 (1887), S. 610 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Gustav Pfarrius in der Wikipedia
GND-Nummer 116143266
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|25|610|610|Pfarrius, Gustav|Johann Jakob Merlo|ADB:Pfarrius, Gustav}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=116143266}}    

Pfarrius: Gustav P., ein beliebter rheinischer Dichter, wurde am 31. December 1800 zu Heddesheim bei Kreuznach als Sohn des dortigen evangelischen Pfarrers geboren, † zu Köln am 15. August 1884. Seine akademischen Studien begann er 1818 in Halle und setzte dieselben auf der Bonner Universität fort. Classische Philologie und Geschichte waren die von ihm erwählten Fächer. 1823 erlangte er die Doctorpromotion und trat dann sein erstes Lehramt beim Gymnasium in Saarbrücken an. 1833 wurde er an das Friedrich-Wilhelms-Gymnasium nach Köln berufen, wo er 30 Jahre lang als ein allgemein geachteter Lehrer wirkte und durch den Professortitel und die Verleihung des rothen Adlerordens 4. Classe ausgezeichnet wurde. 1863 trat er in den Ruhestand. Seine erste dichterische Gabe war 1833 „Das Nahethal in Liedern“, 1844 folgte eine lyrisch-epische Dichtung „Karlmann“, und 1850 gab er die „Waldlieder“ heraus, die durch ihre Frische und Innigkeit eine ungetheilt beifällige Aufnahme fanden und in wiederholten Ausgaben erschienen sind, wovon eine mit 12 Stein-Radierungen von Georg Osterwald illustrirt wurde. 1861 erschien ein Band gesammelter „Gedichte“. Auch versuchte er sein Talent auf dem Felde erzählender Dichtung durch zwei Novellen „Trümmer und Epheu“ (1852) und „Zwischen Soonwald und Westrich“ (1861), sowie durch den Roman „Schein und Sein“ (1863). Sein letztes Werk „Natur und Menschenleben“ erschien 1869. Einige seiner Lieder sind volksthümlich geworden.