ADB:Reitzenstein, Heinrich Hans Wilhelm von

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Artikel „Reitzenstein, Heinrich Hans Wilhelm von“ von Karl Freiherr von Reitzenstein in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 28 (1889), S. 173–174, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Reitzenstein,_Heinrich_Hans_Wilhelm_von&oldid=- (Version vom 18. September 2020, 10:36 Uhr UTC)
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Reitzenstein: Heinrich Hans Wilhelm v. R. (a. d. H. Schwarzenstein untern Theils), königl. preußischer Generallieutenant, ist geboren am 2. October 1796 zu Treptow a. d. Tollense, woselbst sein Vater in Garnison stand. Schon 1813 am 15. Februar zum Secondelieutenant befördert, war R. Gelegenheit geboten, im Verbande des königl. preuß. sechsten Infanterieregiments an dem Befreiungskriege 1813 Theil zu nehmen. Noch vor der Völkerschlacht bei Leipzig wurde R. in dem Treffen bei Häselich (1813 am 28. August) verwundet. In dem nun folgenden Kriege 1814 der Verbündeten gegen Frankreich zeichnete sich R. namentlich in der Schlacht bei Laon am 9. März 1814 rühmlichst aus und erwarb sich das eiserne Kreuz II. Klasse. Für seine Theilnahme am Feldzuge 1815 erhielt R. eine öffentliche Belobung. In der 1815 beginnenden Friedensepoche wurde R. seit März 1821 im Generalstabe verwendet, und rückte in demselben bis 1850 zum Generalmajor auf. Während dieser Zeit war R. auch bei der Herstellung der jetzigen königl. preußischen Generalstabskarte (vorher [174] Reymann’schen Karte) von Deutschland betheiligt. Eine besondere Thätigkeit entfaltete R., der sich auch als Militärschriftsteller einen ehrenvollen Namen erwarb, im Bundestage zu Frankfurt a. M., in welchem er unter dem späteren Fürsten-Reichskanzler Otto v. Bismarck als preußischer Militärbevollmächtigter und Oberbefehlshaber über die Bundestruppen zu Frankfurt a. M. seine reichen Kenntnisse verwerthen konnte. Nach seinem Ausscheiden aus dieser Stellung ward R. 1858 Gouverneur der Bundesfestung Mainz. R., der am 6. November 1865 verstarb, war seit 24. Mai 1822 mit einer Tochter, Johanna, des Oberpräsidenten der Provinz Posen v. Baumann verheirathet.

Vgl. v. Conradi, Geschichte des königl. preußischen sechsten Infanterieregiments 1773–1856. Glogau 1857. – Dr. v. Poschinger, Preußen im Bundestag 1851–1859. Berlin 1882. – Beiheft zum Militärwochenblatt 1879. – Militärwochenblatt 1880, S. 1203. – H. Frhr. v. Reitzenstein II., Geschichte der militärischen Ereignisse in Belgien in den Jahren 1830 bis 1832. Berlin 1834.