ADB:Schmaltz, Moritz Ferdinand

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Schmaltz, Moritz Ferdinand“ von Otto Beneke in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 31 (1890), S. 620–621, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Schmaltz,_Moritz_Ferdinand&oldid=- (Version vom 18. Februar 2020, 01:50 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Schmalfus, Cosmas
Nächster>>>
Schmalz, Auguste
Band 31 (1890), S. 620–621 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Moritz Ferdinand Schmaltz in der Wikipedia
GND-Nummer 115749535
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|31|620|621|Schmaltz, Moritz Ferdinand|Otto Beneke|ADB:Schmaltz, Moritz Ferdinand}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=115749535}}    

Schmaltz: Moritz Ferdinand S., Theologe. Geboren am 13. Juni 1785 zu Stolpen bei Dresden, eines dortigen Beamten Sohn. Nach Besuch der Fürstenschule zu Meißen studirte er Theologie in Leipzig und Wittenberg, wirkte dann als Hauslehrer und wurde 1814 Prediger zu Wehlen bei Pirna, 1816 Prediger der evangel.-luther. Gemeinde in Wien und 1819 Pastor der Neustadt Dresden. Hier erregte er durch seine Polemik gegen den Katholicismus, veröffentlicht in gedruckten Predigten am Reformationsfeste 1825 und 1826, Aufsehen und gewann den Beifall vieler Gesinnungsgenossen, veranlaßte vielleicht auch seine Ernennung zum Doctor der Theologie 1830. Im J. 1833 wurde er zum Hauptpastor der St. Jacobikirche in Hamburg erwählt. Auch in dieser seiner neuen Heimath fand er freundliche Aufnahme und gewann bald durch seine ausgezeichneten Kanzelgaben einen zahlreichen Kreis Anhänger und Verehrer, welchen die freiere Richtung seiner in beredtester Weise vorgetragenen Predigten zusagte. Sogar manche Bekenner der orthodoxeren Richtung hörten [621] gern seine wohldurchdachten Vorträge. Auch in geselliger Hinsicht war er ein sehr geachteter und beliebter Gast. Die Amtswürde eines Seniors des geistlichen Ministerii erlangte er 1855 und starb am 15. Februar 1860. Seine große Beliebtheit bezeugt schon der Umstand, daß 6 lithographische Porträts von ihm verbreitet worden sind. Er hat im Laufe der Jahre einige 60 Schriften veröffentlicht, darunter viele Predigten, auch eine 1854 zu Bergen in Norwegen gehaltene. Seine „Erbauungsstunden“, ein Confirmationsgeschenk für Jünglinge und Jungfrauen, erlebten 7 Auflagen von 1827–1840.

S. Hamb. Schriftstellerlexikon VI, 591–597.