ADB:Steinfurth, Hermann

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Artikel „Steinfurth, Hermann“ von Eduard Daelen in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 54 (1908), S. 466, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Steinfurth,_Hermann&oldid=- (Version vom 28. November 2020, 08:51 Uhr UTC)
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Steinfurth: Hermann St., Historienmaler, Zeichner und Lithograph, geboren am 28. August 1822 in Hamburg, ging 1845 nach Düsseldorf. Hier wurde er zuerst Privatschüler von Professor Sohn und besuchte dann bies 1852 die dortige Kunstakademie als Schüler der ersten Classe unter W. v. Schadow. Anfangs des Jahrets 1852 unternahm er eine Reise nach Italien, von der er im nächsten Jahre nach Düsseldorf zurückkehrte. Sein entschiedenes Talent, verbunden mit einer vielseitigen Bildung, machte es ihm möglich, sich in großen Compositionen, die er mit Vorliebe der griechischen Mythologie entnahm, meisterlich zu bewähren. Von seinen ersten Bildern sind zu erwähnen „Grablegung Christi“ (1844), „Erziehung des Jupiter“ (1846, Museum in Köln), „Raub des Hylas“ (1847), „Diana und Aktaeon“ (1847, Kunsthalle Hamburg) und „Christus am Kreuz“, großes Altarbild für die St. Petri-Kirche in Hamburg. Später siedelte er ganz nach Hamburg über. Von seinen Schöpfungen haben namentlich seine Skizzen zur Prometheia des Aeschylos (3 lithographische Compositionen) einen Zug ins Großartige, obschon die Bewegungen oft zu gewaltig sind. Eine verdienstliche Arbeit sind auch die Farbenskizzen zum Tartarus. Außerdem malte er Porträts, so Ludwig Knaus und Selbstbildniß in der Kunsthalle zu Hamburg u. A. Er starb am 7. Februar 1880 in Hamburg.