ADB:Strauß, Emil

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Artikel „Strauß, Emil“ von Moritz Cantor in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 36 (1893), S. 532, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Strau%C3%9F,_Emil&oldid=- (Version vom 22. August 2019, 03:30 Uhr UTC)
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Strauß: Emil St., Mathematiker, geb. in Frankfurt a. M., am 3. Mai 1859 † ebenda am 6. Februar 1892. Als Kaufmannssohn sollte er sich dem Handelsstande widmen. Die hervorragende Begabung, welche er aber in der „Philanthropin“ genannten israelitischen Realschule an den Tag legte, bewogen die Eltern, ihm zu gestatten, eine wissenschaftliche Laufbahn einzuschlagen. Er besuchte nun die oberen Classen des städtischen Gymnasiums und ging Ostern 1878 zur Universität ab. Er studirte ausschließlich in Berlin, wo er im November 1882 die Lehrerprüfung bestand. Sein Probejahr machte St. an dem Philanthropin in Frankfurt durch, derselben Anstalt, welche er als Knabe besucht hatte. Nach dessen Ablauf wurde er wieder an derselben Anstalt zum ordentlichen Lehrer befördert. Eine Lungenentzündung raffte ihn in wenigen Tagen weg. St. hat eine Uebersetzung von Galilei’s Dialog „über die beiden hauptsächlichsten Weltsysteme“ (Leipzig 1892) herausgegeben, deren Vorzüge in einer mustergültigen Sprache, zweckmäßig gewählten Anmerkungen und einer sehr schönen biographischen Einleitung bestehen. Außerdem hat er 1887 eine mathematische Abhandlung in den Acta mathematica, XI, 13–18, 1889 eine zweite in Berichten des freien deutschen Hochstiftes veröffentlicht.

Osterprogramm des Philanthropin für 1892.