ADB:Streubel, Karl Wilhelm

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Streubel, Karl Wilhelm“ von Julius Pagel in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 36 (1893), S. 578, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Streubel,_Karl_Wilhelm&oldid=- (Version vom 19. Juli 2019, 12:44 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Streubel, Woldemar
Nächster>>>
Striccius, Wolfgang
Band 36 (1893), S. 578 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Kein Wikipedia-Artikel
(Stand September 2016, suchen)
GND-Nummer 121167526
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|36|578|578|Streubel, Karl Wilhelm|Julius Pagel|ADB:Streubel, Karl Wilhelm}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=121167526}}    

Streubel: Karl Wilhelm St., hervorragender Wundarzt, wurde am 9. Juli 1816 in Leipzig geboren, studirte seit 1836 in seiner Vaterstadt und in Göttingen Medicin, erlangte 1840 mit der Abhandlung „De aneurysmate anastomotico“ die Doctorwürde, machte dann zwei Jahre lang wissenschaftliche Reisen mit längerem Aufenthalte in Berlin, Wien und Paris, ließ sich 1843 als Arzt in Leipzig nieder, habilitirte sich gleichzeitig als Docent an der dortigen Universität, widmete sich speciell der Chirurgie, wurde 1845 Wundarzt am Georgenhospital und Polizeiarzt, gab die letztgenannte Stellung infolge einer Differenz betreffs Ueberwachung der Prostitution 1861 wieder auf, begleitete 1866 als Feldarzt die sächsische Armee im preußisch-österreichischen Kriege, erkrankte infolge der dabei erlittenen Strapazen und starb am 8. Decbr. 1868 an Lungenbrand. St. war ein praktisch wie schriftstellerisch gleich hervorragender Chirurg, auch als akademischer Lehrer – seit 1852 als außerordentlicher Professor der Medicin und von 1858–62 zusammen mit Franke bezw. Benno Schmidt Vorsteher der chirurgischen Poliklinik – insbesondere wegen der Klarheit und Wissenschaftlichkeit seiner Vorträge sehr beliebt. Seit 1843 bis zu seinem Tode war er Referent der chirurgischen Litteratur für Schmidt’s Jahrbücher der Medicin, von 1842–45 für Goeschen’s Jahresbericht über die Fortschritte der gesammten in- und ausländischen Medicin. Seine Berichte zeichneten sich durch Gründlichkeit aus. Auch verfaßte St. zahlreiche Originalabhandlungen über verschiedene Gegenstände aus seinem Specialgebiete. Ein chronologisch geordnetes Verzeichniß findet sich in Winter’s Biographie Streubel’s im Biogr. Lexikon hervorr. Aerzte V, 562. – Rühmende Erwähnung verdient, daß St. als langjähriger Director der medicinischen Gesellschaft in Leipzig und als Vorstand des ärztlichen Bezirksvereins sich um die Förderung ebensowohl der wissenschaftlichen wie der collegialen Interessen des ärztlichen Standes verdient gemacht hat.