ADB:Töpsl, Franz

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Töpsl, Franz“ von Edmund von Oefele in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 38 (1894), S. 453, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:T%C3%B6psl,_Franz&oldid=- (Version vom 6. Dezember 2019, 23:39 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
<<<Vorheriger
Toeppen, Max Pollux
Nächster>>>
Torinus, Albanus
Band 38 (1894), S. 453 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Franz Töpsl in der Wikipedia
GND-Nummer 119522152
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|38|453|453|Töpsl, Franz|Edmund von Oefele|ADB:Töpsl, Franz}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=119522152}}    

Töpsl: Franz (Joachim Joseph Martin) T. (Töpsel) geboren zu München in der Nacht vom 17. auf den 18. November 1711, trat 1729 in das regulirte Augustiner-Chorstift Polling bei Weilheim und wurde dort am 16. April 1744 zum Propste gewählt. In fast zweiundfünfzigjähriger Waltung suchte er das Stift nach allen Seiten zu heben, namentlich auch durch Verbesserung des dabei bestandenen Erziehungsinstitutes und durch systematische Vermehrung der Bibliothek. Soweit ihm noch seine Nebengeschäfte, die er als Deputirter der Landschaft seit 1773, und als „Condirector“ der staatlichen Studienleitung seit 1781 zu führen hatte, Zeit ließen, sammelte T. auf „Scriptores ordinis canonicorum regularium S. Augustini“, d. h. bio-bibliographische Nachrichten über die Schriftsteller seines Ordens. Das zumeist schon reingeschriebene Werk kam erst lange nach der Klosteraufhebung in die k. Hof- und Staatsbibliothek zu München, wo sich auch Töpsl’s Briefwechsel mit Gelehrten befindet. Außerdem hat T. einen guten Abriß der Geschichte seines Stiftes, für Peter’s[WS 1] „Germania canonico-Augustiniana“ geliefert, welche Kuen im V. Bande seiner „Collectio scriptorum etc.“ 1765 herausgab, nachdem dieser Beitrag Töpsl’s als Sonderabdruck mit dem Titel „Succincta informatio de canonia Pollingana“ schon im Jahre 1760 erschienen war. T. starb plötzlich am 12. März 1796 zu München.

Monumentum debitae gratitudinis … erga … Franciscum Toepsel … positum a Joanne Nepomuceno (Daisenberger)[WS 2], praeposito, successore suo. 1815. – Baader, Lexikon I. 2, 263 f. – Hormayr’s Taschenbuch f. d. vaterländ. Gesch., 1844, S. 224–250: Aus dem Briefwechsel Töpsl’s mit Steigenberger 1774–1786. – Oberbayer. Archiv XIII, 1852, S. 148 ff.


Anmerkungen (Wikisource)

  1. Franz Peter (1639–1716), Chorherr zu Wettenhausen.
  2. Johann Nepomuk Daisenberger (1752–1820), letzter Probst zu Polling.