ADB:Vogelsang, Karl Freiherr von

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Artikel „Vogelsang, Karl Freiherr von“ von Karl Weiß in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 40 (1896), S. 156, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Vogelsang,_Karl_Freiherr_von&oldid=2553495 (Version vom 19. Dezember 2018, 04:11 Uhr UTC)
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Vogelsang: Karl Freiherr v. V., Schriftsteller, geboren am 3. September 1818 in Mecklenburg, † am 8. November 1890 in Wien. Einer der ältesten protestantischen Familien Mecklenburgs angehörend, trat V. nach absolvirten rechts- und staatswissenschaftlichen Studien in den preußischen Staatsdienst, den er aber kurz nach dem Jahre 1848 aufgab, als er zur katholischen Kirche übergetreten war. V. verließ infolge von Mißhelligkeiten, die dadurch mit seiner Familie entstanden waren überhaupt Mecklenburg, wandte sich nach Süddeutschland und hierauf nach Oesterreich, wo er sich dauernd ansiedelte und bis zu seinem Tode verblieb. Schon im J. 1848 am öffentlichen Leben theilnehmend, bekämpfte er den Büreaukratismus und den Liberalismus. In Wien schloß er sich der conservativen und klerikalen Partei an, unternahm große Studienreisen mit dem regierenden Fürsten Liechtenstein und errang bald, von seinen Gönnern und Freunden in aristokratische Kreise eingeführt, durch seinen Geist, seine Kenntnisse und seinen energischen Charakter eine hervorragende Stellung. Er schrieb zahlreiche Artikel über socialwissenschaftliche und wirthschaftliche Fragen und wurde der Bahnbrecher für den Beginn einer groß angelegten Socialreform auf christlicher Grundlage in Oesterreich. Auf Antrag des Grafen Leo Thun trat er in die Redaction des „Vaterland“, des bedeutendsten conservativen publicistischen Organs. Im J. 1888 begründete V. die „Monatsschrift für christliche Socialreform“ und führte deren Redaction sowie die geistige Leitung des „Vaterland“ bis an sein Lebensende. Unerschütterlich an seinen Anschauungen festhaltend genoß er den Ruf eines überzeugungstreuen, rechtlichen Mannes.