ADB:Walpot, Peter

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Empfohlene Zitierweise:

Artikel „Walpot, Peter“ von Ludwig Keller in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 40 (1896), S. 770, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Walpot,_Peter&oldid=- (Version vom 15. Oktober 2019, 00:59 Uhr UTC)
Allgemeine Deutsche Biographie
>>>enthalten in<<<
[[ADB:{{{VERWEIS}}}|{{{VERWEIS}}}]]
Nächster>>>
Walrad
Band 40 (1896), S. 770 (Quelle).
Wikisource-logo.png [[| bei Wikisource]]
Wikipedia-logo-v2.svg Peter Walpot in der Wikipedia
GND-Nummer 139094628
Datensatz, Rohdaten, Werke, Deutsche Biographie, weitere Angebote
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Kopiervorlage  
* {{ADB|40|770|770|Walpot, Peter|Ludwig Keller|ADB:Walpot, Peter}}    

{{Normdaten|TYP=p|GND=139094628}}    

Walpot: Peter W., einer der angesehensten und fruchtbarsten Schriftsteller und Prediger der mährischen Brüdergemeinden, die man Täufer nannte, um die Mitte des 16. Jahrhunderts, war aus Tirol gebürtig und wurde im J. 1542 zum Prediger seiner Religionsgemeinschaft gewählt. Im J. 1565 wurde er Bischof und Leiter derselben und in die Zeit seines Regiments fällt der glücklichste Zeitabschnitt der Brüdergeschichte. Er scheint um das Jahr 1578 gestorben zu sein. Im J. 1571 vertrat er seine Gemeinschaft bei dem bekannten Religionsgespräche der Reformirten mit den „Wiedertäufern“ zu Frankenthal in der Pfalz. W. verfaßte u. A. eine Schulordnung oder Schulmeisterinstruction (1568), ferner mehrere Lieder, Sendschreiben und Tractate. Weite Verbreitung unter den Brüdern fand seine Schrift: „Ein kurtzer Auszug etlicher Artikel unseres christlichen Glaubens“ (von der Taufe, dem Abendmahl, der wahren Gemeinschaft, der Obrigkeit und der Ehescheidung). Die letztgenannte Schrift ist später fälschlich dem Joh. Denck zugeschrieben worden und noch neuerdings hat sich die Zeitschrift für Kirchengeschichte 1891, S. 452, zum Organe dieser unrichtigen Angabe gemacht.

Beck, Geschichtsbücher der Wiedertäufer, Wien 1883, S. 271. – Joh. Horsch, Gesch. d. Mennoniten, 1890, S. 133.