ADB:Weidlich, Christoph

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Artikel „Weidlich, Christoph“ von Ernst Landsberg in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 41 (1896), S. 455–456, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Weidlich,_Christoph&oldid=- (Version vom 26. April 2019, 08:20 Uhr UTC)
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Weidlich: Christoph W., Jurist, ist geboren zu Schafstedt bei Merseburg am 17. Juli 1713, studirte 1733–39 zu Leipzig, ließ sich dann in Weißenfels als Advocat nieder, zog 1746 nach Merseburg, 1750 in seine Vaterstadt, 1765 aber nach Halle, wo er wieder prakticirte, 1781 Justizcommissar und Notar wurde und am 18. Mai 1794 gestorben ist. Er hat sich Verdienste erworben durch die zahlreichen und fleißigen biographischen Werke, zu welchen er namentlich durch Nettelbladt die Anregung erhielt und die für die Geschichte der deutschen Rechtswissenschaft reiches Material bergen. Hauptsächlich handelt es sich dabei um folgende Schriften: „Geschichte der jetztlebenden Rechtsgelehrten in Teutschland, und zum Theil auch außer demselben, als ein Rechts-Gelehrten-Lexikon in alphabetischer Ordnung“, 2 Thle. (Merseburg 1748/49) – gibt Biographien mittlerer Ausführlichkeit mit trockenem Schriftenverzeichniß –; „Zuverlässige [456] Nachrichten von den jetzt lebenden Rechtsgelehrten“, 6 Thle. (1755–1766), – gibt ausführliche Biographien und Inhaltsangabe der Schriften, bisweilen selbst mit Ansätzen zur Charakteristik, aber nur für eine geringere Anzahl ausgesuchter Juristen –: „Lexikon oder kurzgefaßte Lebensbeschreibung aller jetztlebenden Rechtsgelehrten in alphabetischer Ordnung“ – giebt bloß dürftige Notizen ohne Schriftenverzeichniß –; „Biographische Nachrichten von den jetztlebenden Rechtsgelehrten in Teutschland. Mit einer Vorrede von dem gegenwärtigen Zustand der juristischen Litteratur in Teutschland“, 3 Thle. (Halle 1781–83, Nachträge dazu Halle 1783, ein 4. Theil nebst Nachträgen zu den früheren, Halle 1785) – ist des Autors gedehntestes und weitest reichendes Werk; Biographien knapp, aber umfassende litterarische Angaben zusammenstellend. – Endlich sei, außer Artikeln in Nettelbladt’s Hallischen Beiträgen, Weidlich’s Festschrift zu Halles Centenarium genannt: „Vollständiges Verzeichniß aller … zu Halle … herausgekommenen Disputationen und Programme … nebst beigefügter Succession aller Rechtsgelehrten dieser berühmten Universität und deren kurzgefaßter Biographie“ (Halle 1789).

Autobiographie in seinen Biographischen Nachrichten III, 344 ff. – Meusel, Lexikon der v. 1750–1800 verst. deutschen Schriftsteller XIV, 461 ff.