ADB:Wirer von Rettenbach, Franz

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Artikel „Wirer, Franz, Ritter von Rettenbach“ von Julius Pagel in: Allgemeine Deutsche Biographie, herausgegeben von der Historischen Kommission bei der Bayerischen Akademie der Wissenschaften, Band 43 (1898), S. 517–518, Digitale Volltext-Ausgabe in Wikisource, URL: https://de.wikisource.org/w/index.php?title=ADB:Wirer_von_Rettenbach,_Franz&oldid=- (Version vom 4. Dezember 2022, 23:06 Uhr UTC)
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Wirer: Franz W. Ritter von Rettenbach, Hofrath und Leibarzt in Wien, wurde 1771 als Sohn eines Wundarztes zu Korneuburg in Niederösterreich geboren, studirte die Heilkunde seit 1787 in Wien, wo auch Stoll einer seiner Lehrer war, trat bereits während seiner Studienzeit in ein Militärspital an der Siebenbürger Grenze, erhielt 1789 die Direction eines Militärlazareths in der Walachei und 1791 den Auftrag, sämmtliche österreichische Kriegsgefangene aus Constantinopel abzuholen. Hierbei mußte er einen viermonatlichen Aufenthalt in Rustschuk nehmen und hatte Gelegenheit zahlreiche [518] Pestkranke zu behandeln. Nach beendigtem Türkenkriege diente er während des niederländischen Revolutionskrieges und später während des französischen Kriegs bis zum Friedensschluß von Campo Formio (1798) als Bataillonsarzt in der österreichischen Armee. Nach seiner Rückkehr in die Heimath nahm er seine Studien an der k. k. Josefsakademie wieder auf, erlangte 1799 die Würde eines Doctors der Chirurgie, 1800 die eines Doctors der Medicin und erwarb sich durch glückliche Curen eine glänzende Clientel in den höchsten und allerhöchsten Kreisen. Später trat er in den Lehrkörper der Wiener Universität und bekleidete 1836–37 sogar die Rectorswürde. 1838 wurde er in den österreichischen Ritterstand erhoben. W., der am 30. März 1844 starb, hat sich um die Hebung des Badeortes Ischl bedeutende Verdienste erworben, wo ihm auch nach seinem Tode ein Ehrendenkmal gesetzt wurde. Er errichtete hier die erste österreichische Soolbadeanstalt und mehrere andere Institutionen zu Curzwecken. Auch war W. als consultirender Arzt verschiedener Mitglieder des Kaiserhauses angestellt. In schriftstellerischer Beziehung sind von W. nur einige Badeschriften über Ischl bemerkenswerth, ferner eine Schrift über Impfung und Wiederimpfung. Die übrigen Arbeiten betreffen nur casuistische Journalmittheilungen und sind bedeutungslos.

Biogr. Lex. VI, 302.