Allgemeines Deutsches Kommersbuch:199

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Schauenburg:
Allgemeines Deutsches Kommersbuch
Seite 396, 397
<< Zurück Vorwärts >>
De Schauenburg Allgemeines Deutsches Kommersbuch 196.jpg
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.


[396]

     bleib ich nicht, was fang ich an?
 
     2. Und den ich gar nicht mag, den seh ich alle Tag, und den ich
gerne hätt, der ist so weit hinweg. Einen Hübschen krieg ich nicht,
einen Wüsten mag ich nicht, und ledig bleib ich nicht, was fang ich an?


          434.     Wohin mit der Freud.     (III. 33.)

     Lebhaft und heiter. Fr. Silcher.

     1. Ach, du klar=blau=er Him=mel, und wie schön bist du
heut! möcht ans Herz gleich dich drük=ken vor Ju=bel und
Freud. A=ber 's geht doch nicht an, denn du bist mir zu
weit, und mit all mei=ner Freud, was fang ich doch
an, und mit all mei=ner Freud, was fang ich doch an?

     2. Ach, du lichtgrüne Welt, und wie strahlst du vor Lust! und ich
möcht mich gleich werfen dir vor Lieb an die Brust; aber 's geht doch
nicht an, und das ist ja mein Leid, |: und mit all meiner Freud, was
fang ich doch an? :|

[397]

     3. Und da sah ich mein Lieb unterm Lindenbaum stehn, war so
klar wie der Himmel, wie die Erde so schön; und wir küßten uns
beid, und wir sangen vor Lust, und da hab ich gewußt, wohin mit
der Freud!

R. Reinick. 1850.


          435.     Elslein.

     1. Ach Els=lein, lieb=stes El=se=lein, wie gern wär ich bei
dir! so sind zwei tie=fe Was=ser wohl zwi=schen dir und mir.
 
     2. Das bringt mir große Schmerzen, herzallerliebster Gesell; red
ich von ganzem Herzen, halt's für groß Ungefäll.

     3. Hoff, Zeit wird es wohl enden, hoff, Glück wird kummen drein,
sich in alls Guts verwenden, herzliebstes Elselein!


          436.     Treue Liebe.     (II. 178.)

     Mäßig bewegt. G. H. Lux.

     1. Ach, wie ist's mög=lich dann, daß ich dich las=sen kann!
Hab dich von Her=zen lieb, das glau=be mir! Du hast die
See=le mein so ganz ge=nommen ein, daß ich kein
an=dre lieb als dich al=lein.