Amerikanischer Humbug

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Textdaten
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Titel: Amerikanischer Humbug
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aus: Die Gartenlaube
Herausgeber: Ernst Keil
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Erscheinungsdatum: 1875
Verlag: Verlag von Ernst Keil
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Erscheinungsort: Leipzig
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Quelle: Scans bei Commons
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[172] Amerikanischer Humbug. Ein Thee- und Kaffeehändler in Boston, der zu den Feiertagen ein gutes Geschäft machen wollte, stellte vorn in seinem Laden einen kolossalen Theekessel zur Schau aus und lud Jedermann ein, dessen ungefähren Inhalt zu schätzen, wobei er für diejenigen, welche am besten riethen, zwei Preise aussetzte: eine Kiste Thee und fünfundzwanzig Pfund Kaffee. Zwölfhundert Competenten ließen ihre Schätzungen von zehn bis dreitausend Gallons registriren. Am Neujahrstage wurde in Gegenwart von fünf- bis sechstausend Menschen der Theekessel öffentlich gemessen und die zwei Preise vertheilt. Der Kessel maß genau zweihundertsiebenundzwanzig Gallonen, zwei Quart, ein Pint und drei Gills. Die nächste Schätzung reichte bis drei Gills, und acht Personen hatten dieselbe gemacht, weshalb ihnen die Theekiste zur Vertheilung unter sich gegeben wurde. Den zweiten Preis, die fünfundzwanzig Pfund Kaffee, hatten sieben Personen unter sich zu theilen, welche bis auf fünf Gills richtig gerathen hatten. Selbstverständlich machte der Mann, der diesen echten Yankee-Einfall hatte, ein enormes Geschäft.