An die Freunde

aus Wikisource, der freien Quellensammlung
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Textdaten
<<< >>>
Autor: Joseph von Eichendorff
Illustrator: {{{ILLUSTRATOR}}}
Titel: An die Freunde
Untertitel:
aus: Aus dem Leben eines Taugenichts und das Marmorbild. Zwei Novellen nebst einem Anhange von Liedern und Romanzen. S. 201
Herausgeber:
Auflage: 1. Auflage
Entstehungsdatum:
Erscheinungsdatum: 1826
Verlag: Vereinsbuchhandlung
Drucker: {{{DRUCKER}}}
Erscheinungsort: Berlin
Übersetzer:
Originaltitel:
Originalsubtitel:
Originalherkunft:
Quelle: Universitätsbibliothek Greifswald, Signatur: 520 Bn 420; Djvu auf Commons
Kurzbeschreibung:
Wikipedia-logo-v2.svg Artikel in der Wikipedia
Eintrag in der GND: {{{GND}}}
Bild
[[Bild:|250px]]
Bearbeitungsstand
fertig
Fertig! Dieser Text wurde zweimal anhand der Quelle Korrektur gelesen. Die Schreibweise folgt dem Originaltext.
Um eine Seite zu bearbeiten, brauchst du nur auf die entsprechende [Seitenzahl] zu klicken. Weitere Informationen findest du hier: Hilfe
Indexseite


[201]

 An die Freunde.

Der Jugend Glanz, der Sehnsucht irre Weisen,
Die tausend Ströme durch das duft’ge Land,
Es zieht uns All’ zu seinen Zauberkreisen. –
Wem Gottesdienst in tiefster Brust entbrannt,

5
Der sieht mit Wehmuth ein unendlich Reisen

Zu ferner Heimath, die er fromm erkannt;
Und was sich spielend wob als ird’sche Blume,
Wölbt still den Kelch zum ernsten Heiligthume.

So schauet denn das buntbewegte Leben

10
Ringsum von meines Gartens heitrer Zinn’,

Daß hoch die Bilder, die noch dämmernd schweben –
Wo Morgenglanz geblendet meinen Sinn –
An Eurem Blick erwachsen und sich heben.
Verwüstend rauscht die Zeit darüber hin;

15
In Euren treuen Herzen neu geboren

Sind sie im wilden Strome unverloren.