Allgemeines Deutsches Kommersbuch:50

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Schauenburg:
Allgemeines Deutsches Kommersbuch
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Hand; was ich bin und was ich ha=be, dank ich
dir, mein Va=ter=land! Nicht in Wor=ten nur und
Lie=dern ist mein Herz zum Dank be=reit; mit der
That will ich’s er=wi=dern dir in Not, in Kampf und Streit.

     2. In der Freude wie im Leide ruf ich’s Freund und Feinden zu:
ewig sind vereint wir beide, und mein Trost, mein Glück bist du.
Treue Liebe bis zum Grabe schwör ich dir mit Herz und Hand; was
ich bin und was ich habe, dank ich dir, mein Vaterland!

Hoffmann von Fallersleben. 1839.


          107.     Aus Amerika.

     Singw.: Sie sollen ihn nicht haben etc.

     1. Triumph, das Schwert in tapfrer Hand hat hohe That voll=
bracht! Vereint ist nun das deutsche Land zum Sieg und Ruhm er=
wacht. Die Macht, die jüngst so höhnisch prahlt, giebt auf die letzte
Wehr, |: und neuer Glanz der Thaten strahlt auf Deutschlands
Heldenheer. :|

     2. Heil, edles Volk, dem neu das Herz so unerschüttert schlug, das
sich verband und allerwärts verwarf den fränkschen Trug, das fest und
heilig, Glied an Glied, stand endlich im Verein, mit Trost und Mut,
Gebet und Lied, als starke Wacht am Rhein!

     3. Kanonen, donnert noch einmal! Den Frieden nun ihr bringt;
ihr Glocken über Berg und Thal von tausend Türmen klingt! Fromm
neige dich, o deutsches Land! Laß Rache ruhn und Spott! Dein Gott,
er half und überwand: Nun danket alle Gott!

Bayard Taylor. 1870.

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          108.     Vaterlandslied.     (III. 164.)

     Sehr mäßig und kräftig. A. E. Marschner.

     1. Und hörst du das mäch=ti=ge Klin=gen von der
Ost=see bis ü=ber den Rhein? das Lied mit den
sau=sen=den Schwin=gen? tief dringt es durch Mark und durch
Bein. Was brauchen wir wei=ter zu fra=gen? Die
klo=pfen=den Pul=se sie sa=gen: es ist das Lied vom
deutschen Va=ter=land! es ist das Lied vom deutschen Va=ter=
land, vom deut=schen Va=ter=land.

     2. Ob Meer auch und alpige Halden viel markig zerteilen die Flur,
ihre Banner viel Fürsten entfalten: ein Deutschland an Herzen ist’s
nur! Wohin sich der Sinn uns auch wende, Millionen, sie schlingen
die Hände |: zum großen Bund dem eingen Vaterland. :|