BLKÖ:Emmert, Adam Joseph

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Band: 4 (1858), ab Seite: 35. (Quelle)
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Emmert, Adam Joseph[BN 1] (Compositeur, geb. zu Würzburg 24. Dec. 1765, gest. zu Wien 11. April 1812). Sein Vater Joseph war zuletzt Rector chori der Universität zu Würzburg (gest. 20. Febr. 1809) und ein tüchtiger Musikus. (Vergl. über ihn Gerber Neues historisch-biographisches Lexikon II. Band Sp. 34). Der Sohn erhielt die musikalische Ausbildung im väterlichen Hause, ohne sich jedoch der Kunst als Lebenszweck ausschließlich zu widmen. Er bereitete sich vielmehr für den Eintritt in ein Amt vor, erhielt 1788 – 23 Jahre alt – eine Stelle im fürsterzbischöflichen Cabinette zu Salzburg, wo er 1798 geheimer Secretär, 1805 kurfürstl. geheimer Archivrath, 1806 Official bei dem k. k. geh. Haus- und Hofarchiv in Wien und später geh. Haus- und Hofarchivrath ebenda wurde. Diese Stelle bekleidete er bis an seinen Tod, der ihn im besten Alter von 47 Jahren dahinraffte. E. war ein gründlich gebildeter Musikus, der auch selbst componirt und mehrere größere Werke vollendet hat, darunter zwei Opern: „Don Silvio von Rosalva“, 1801 in Anspach mit Beifall gegeben; – „Der Sturm“, 1806 in Salzburg aufgeführt; – ferner: „Te deum laudamus“ (Salzburg 1797, fol.), zur Friedensfeier für Deutschlands Kirchen componirt mit zwei abwechselnden Figural-Chorälen mit Instrumental-Begleitung; – „Cantate“ , zur Feier des Wahltags des Erzbischofs auf volles Orchester und 4 Singstimmen, sie besteht aus 2 Chören, 2 Recitativen, 1 Arie und 1 Rundgesange und wurde 1799 zu Salzburg im Hause des Hofbuchdruckers Franz Xaver Duyle von 59 Sängern und Instrumentalisten aufgeführt; – „Melodien zu Wissmayers Blüthen und Früchten zur Veredelung junger Talente“, 2 Bändchen (Salzburg 1798), in Gemeinschaft mit B. Hacker componirt; – „XVI deutsche Tänze im Clavierauszuge“ (Salzburg 1798, 4°.); außerdem mehrere vierstimmige Kirchenlieder, Harmonien u. d. m. mit Instrumental-Begleitung.

Pillwein (Benedict), Biographische Schilderungen oder Lexikon salzburgischer, theils verstorbener theils lebender Künstler (Salzburg 1821, Mayer, 8°) S. 42 [nach diesem geb. 24. Dec. 1768]. – Gerber (Ernst Ludwig), Neues histor.-biogr. Lexikon der Tonkünstler (Leipzig 1812, gr. 8°.) II. Bd. Sp. 33 [nach diesem geb. 24. Dec. 1765].

Berichtigungen und Nachträge

  1. E Emmert, Adam Joseph [Bd. IV, S. 35] (k. k. Hof-Archivrath, geb. zu Würzburg 24. December 1768, gest. zu Wien 16. April 1812).
    Handschriftliche Mittheilungen im Archiv der Gesellschaft u. s. w., wie bei Campi. [Bd. 26, S. 374.]