BLKÖ:Fanni (Dichterin)

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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
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Fantuzzi, Joseph
Band: 4 (1858), ab Seite: 143. (Quelle)
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Fanni, (geb. um das Jahr 1770 in Ungarn). Der Taufname eines Magyaren-Mädchens, dessen Familienname nicht bekannt geworden, und welches durch die Liebe, die es dem jungen ungar. Poeten Joseph Kármán (geb. 1771, gest. 1795) einflößte, einen Namen in der Literatur bewahrte. Noch ist es nicht gelungen, den eigentlichen Namen des geistreichen Mädchens zu enthüllen; so viel ist indeß gewiß, daß es einem adeligen Geschlechte entstammt und, als die Eltern in eine Verbindung mit Kármán nicht einwilligten, als frühzeitiges Opfer der Liebe fiel. Fanni hinterließ Arbeiten, welche eine seltene Tiefe des Gemüthes und hohe Begeisterung athmen. Kármán hat dieselben in der von ihm selbst redigirten „Urania“ veröffentlicht und ihnen Fanni’s ergreifende Biographie vorausgeschickt, worin er sein zartes Verhältniß mit der Dichterin, die tyrannische Härte des Vaters, ihre Leiden und ihren Tod in rührender Weise darstellt. Fanni’s Schriften haben noch nach einem halben Jahrhundert ihre Würdigung gefunden, denn dieselben sind unter den Werken classischer Schriftsteller Ungarns im II. Jahrg. der „Nemzeti könyvtár“, d. i. National-Bibliothek, veröffentlicht worden.

Danielik (József), Magyar irók. Életrajz-gyüjtemény. [144] Második, az elsőt kiegészitő kötet, d. i. Ungar. Schriftsteller. Sammlung von Lebensbeschreib. Zweiter, den ersten ergänzender Band (Pesth 1858, Gyurian, 8°.) S. 74.